Strafanzeige erlassen

Streit um versetztes Ortsschild in Niedervorschütz geht weiter

Schild des Anstoßes in Niedervorschütz: Nachdem Unbekannte das Schild in die Nähe der Rautenmühle versetzt hatten (siehe Bild) wurde es nun wieder von der Straßenmeisterei Gudensberg in die alte Position am Ortsrand gebracht. Foto: Schaake

Niedervorschütz. Jetzt steht das Ortsschild von Niedervorschütz doch wieder wie gehabt am Ortseingang. Unbekannte hatten es nach dem Streit um den Standort in der vergangenen Woche ohne Genehmigung in die Nähe der Rautenmühle versetzt.

Dort würden es der Ortsbeirat und viele Niedervorschützer gerne wieder sehen. Dafür gab es aber vom Schwalm-Eder-Kreis keine Genehmigung, weshalb die Gudensberger Straßenmeisterei es nun wieder umsetzte. Außerdem wurde Strafanzeige erlassen.

Das Schild sei widerrechtlich versetzt worden, heißt es von der Straßenbehörde. Rechtlich sei dies ein Eingriff in den Straßenverkehr und damit ein Straftatbestand, sagte Horst Sinemus von Hessen Mobil. Außerdem gibt es laut Sinemus eine weitere Strafanzeige wegen Diebstahls. Vor der Ortseingangstafel sei das Tempo 70-Schild entwendet worden.

„Ich kann mir das selbst auch nicht erklären“, sagt der stellvertretende Ortsvorsteher Harald Hamenstädt gegenüber der HNA. Der Ortsbeirat hatte – wie berichtet – mehrfach gefordert, die Ortstafel vom jetzigen Standort wieder dorthin zu versetzen, wo sie bis zum Mai 2016 gestanden hatte – von Deute her kommend vor der Rautenmühle. Nach einer Verkehrsschau, an der auch die Stadt Felsberg teilgenommen hatte, war das Schild an den Ortseingang versetzt worden.

Das löste viel Kritik aus. Viele Einwohner beklagen, dass seitdem im Ort viel zu schnell gefahren werde – ein Dauerthema in Niedervorschütz. Auf Anfrage der HNA hatte Bürgermeister Volker Steinmetz kurz vor Weihnachten erklärt, auch er sei im Interesse der Sicherheit der Einwohner für den Standort vor der Mühle. Er selbst habe damals nicht an dem Ortstermin teilgenommen. Am vergangenen Wochenende meldete sich Fritz Walter. Nach seinen Beobachtungen stand das Schild ab dem 1. Januar von Deute kommend wieder vor der Mühle. Jetzt befindet es sich wieder am Ortseingang.

„Ist denn schon der 1. April?“, fragt Walter und sagt: „Ich habe keine Worte mehr.“ Vorige Woche habe es im Ort Radarmessungen gegeben. „Die Raserei ist eine Katastrophe“, betont Walter.

Quelle: HNA

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