25 Prozent mehr Vergütung gefordert

Krankenfahrten: Streit um Vergütung für Taxis eskaliert

Wolfhager Land. Mit den gescheiterten Verhandlungen zwischen der Krankenkasse AOK und dem Fachverband Pkw Hessen ist der Streit um Vergütungen für Taxifahrten nun eskaliert.

Dauerstreitpunkt ist und bleibt die Bezahlung von Sitzend-Krankenfahrten im Zuge des geplanten Mindestlohns für Taxi-Fahrer und dessen Auswirkungen auf Betriebe in Hessen.

Auch Taxi-Unternehmen im Wolfhager Land sind davon betroffen (wir berichteten). Der Fachverband Pkw fordert nach wie vor eine Steigerung von 25 Prozent, damit der Mindestlohn an die Taxi-Fahrer gezahlt werden kann. Diese Forderung hält die AOK für inakzeptabel. In einer aktuellen Pressemitteilung schreibt die Krankenkasse, die Verhandlungen über die Krankenfahrten seien „gescheitert“. Mathias Hörning, Geschäftsführer des Fachverbands Pkw, sieht das ähnlich. „Die Verhandlungen sind gescheitert, weil keine Verbesserung in Sicht war. Unsere Positionen liegen zu weit auseinander.“

Seitens der Krankenkasse ist von einer „Kampagne gegen AOK-Patienten“ die Rede. Hörning dagegen will den Konflikt „nicht auf dem Rücken der Patienten austragen. Bei dem Streit mit der AOK handelt es sich keineswegs um eine Kampagne. Wir wissen, dass die Versicherten im ländlichen Raum auf das Taxi angewiesen sind.“

Die Taxi-Unternehmen befürchten, dass sie den Mindestlohn unter den aktuellen Umständen nicht auszahlen können. Mathias Hörning hofft weiter auf eine Einigung mit der AOK. „Es tut uns leid für die Versicherten der AOK. Wir sind uns der Verantwortung bewusst, dass vor allem ältere und chronisch kranke Menschen auf das Transportmittel Taxi/Mietwagen angewiesen sind. Aber wir können keine Knebelverträge eingehen, die unsere Taxi- und Mietwagenunternehmen in die Rechtswidrigkeit treiben“, sagte der Geschäftsführer zur aktuellen Situation.

Quelle: HNA

Rubriklistenbild: © dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare