Streusalz ist aus: Schwalmstadt hofft auf Lieferung oder Tauwetter

Schwalmstadt. Kein Streusalz und keine Aussicht auf raschen Nachschub: Das ist die Situation in der größten Stadt des Schwalm-Eder-Kreises. „Wir warten dringend auf eine Lieferung", erklärte Bürgermeister Wilhelm Kröll.

Die Mitarbeiter seien mit den Geräten pausenlos, auch nachts, abends und am Wochenende, im Einsatz. Trotzdem gebe es Anrufe und Beschwerden zum Teil aufgebrachter Schwalmstädter. Kröll bittet um Verständnis, die Mitarbeiter seien angewiesen, ihre Räumtouren einzuhalten und keine Ausnahmen zu machen.

Zugespitzt habe sich die Situation zwischenzeitlich dadurch, dass das Räumfahrzeug mit Gummilippe am Schild ausgefallen war. Nur damit können gepflasterte Straßen wie die Steingasse in Treysa geräumt werden, da der Straßenbelag sonst Schaden nimmt.

Alternatives Streugut gibt es nicht. Vize-Bauhofleiter Uwe Knierim sagte gegenüber der HNA, dass Grus allein schädlich für die Maschinen sei. Außerdem gäbe es Grus nur bei den Großropperhäuer Stormarnwerken, jetzt Bickhardt-Bau, und die seien derzeit geschlossen.

Allerdings sei der städtische Vorrat von 15 Tonnen Splitt jetzt zum Vortrocknen unter Dach gebracht worden. Damit soll eine neue Lieferung Streusalz gestreckt werden. Die ist aber laut Knierim nicht sehr bald zu erwarten. Und auch auf ein Aushelfen der Straßenmeistereien können man nicht setzen. Allenfalls der persönliche Kontakt zur Esco in Braunschweig, der zentralen Verteilstelle für Tausalz, könne nutzen. „Wir hoffen jetzt erstmal auf Tauwetter“, sagte er im Gespräch mit der HNA. (aqu)

Und Bürgermeister Kröll bittet die Anlieger von Straßen und Wegen, beim Räumen keinen Schnee auf die Fahrbahn zu werfen: Dies verschärfe die Verkehrssituation zusätzlich.

Quelle: HNA

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