Erneuerbare Energien im Wolfhager Land haben sich verdoppelt

Strom stammt häufiger aus Wind und Sonne

Wolfhager Land. Die Erneuerbaren Energien in der Stadt Wolfhagen und im Altkreis sind rasant gewachsen: Ende 2011 waren insgesamt 1443 Anlagen zur Stromerzeugung aus Sonne, Wind, Wasser und Bioenergie im Wolfhager Land in Betrieb. Die meisten Anlagen sind Fotovoltaikanlagen. Im vergangenen Jahr wurden 299 Anlagen zur Stromgewinnung aus Erneuerbaren Energien neu installiert.

973 Anlagen sind im Altkreis Wolfhagen an das Stromnetz der Eon Mitte angeschlossen. „In den vergangenen zwei Jahren hat sich die Anzahl der ans Netz gegangenen Anlagen im Altkreis fast verdoppelt“, sagt Steffen Schulze von der Eon Mitte. Schon Ende 2010 wurden 41 Millionen Kilowattstunden (kWh) umweltfreundlicher Strom eingespeist. Das entspricht einem Stromverbrauch von fast 12 000 Haushalten pro Jahr bei einem Durchschnittsverbrauch von 3500 (kWh). „Die Einspeisemenge für 2011 steht noch nicht fest, wird sich aber durch den Anlagenzuwachs erhöhen“, sagt Schulze.

470 Anlagen in Wolfhagen betreiben die Wolfhager Stadtwerke. Mit rund 8720 Kilowattstunden werden so bereits etwa 1800 Haushalte mit Strom versorgt. Besonders groß war der Zuwachs der Anlagen 2009 durch den Bau des Bürgersolarparks in Niederelsungen. Zurzeit laufen weitere Projekte im Hinblick auf eine energieeffiziente Stadt. „Ende März soll eine Holzvergaseranlage auf dem Gelände der ehemaligen Kaserne in Betrieb gehen. Ein Bürgerwindpark auf dem Rödeser Berg soll künftig zwei Drittel des benötigten Stroms einspeisen“, erklärt Diplom Wirtschaftsingenieurin Christina Holzhauer von den Wolfhager Stadtwerken. Zudem sollen 950 Straßenlampen mit LED-Lampen umgerüstet werden.

Bis 2015 will die Stadt Wolfhagen ihren Strom zu 100 Prozent aus Erneuerbaren Energien gewinnen. „Wir sind auf einem guten Weg“, sagt Bürgermeister Reinhard Schaake. SEITE 2

Quelle: HNA

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