Stromausfall im Gefängnis – Feuerwehr sorgte für Licht

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Ziegenhain. Für die Schwalmstädter Feuerwehren war das eine Premiere: Am Sonntagabend mussten sie mit Scheinwerfern und Flutlichtmasten für Licht in der Ziegenhainer JVA sorgen. Nötig wurde die großangelegte Beleuchtungsaktion wegen eines Stromausfalls im Gefängnis.

Anstaltsleiter Jörg Bachmann bestätigte gestern auf Anfrage der HNA, dass am Sonntag ab den frühen Abendstunden ein großer Teil der Gefängnisgebäude vom Stromnetz abgehängt waren. Eine Ursache ist bis jetzt allerdings noch nicht bekannt. Von an Kabel knabbernden Mäusen bis hin zu Frostschäden sei alles möglich, erklärte Bachmann. Der Einsatz eines Notstromwagens der Eon war zunächst nicht von Erfolg gekrönt. Letzendlich sei es den hauseigenen Elektrikern gegen 23 Uhr gelungen, den größten Teil der Stromversorgung wieder sicherzustellen.

Da weite Bereiche der JVA im Dunkeln lagen, herrschte auch beim Personal erhöhte Alarmbereitschaft. Zum einen seien durch einen späteren Schichtwechsel mehr Beamte im Gefängnis gewesen, zum anderen sei auch die Anstaltsfeuerwehr mit 18 Einsatzkraften alarmiert worden.

Die wurden nach Angaben vom Einsatzleiter der Schwalmstädter Feuerwehr, Helge Stuhlmann, unterstützt von 24 Feuerwehrleuten der Wehren aus Treysa und Ziegenhain. Sie waren mit insgesamt sieben Fahrzeugen, darunter auch der Flutlichtwagen der Schwalmstädter Feuerwehr im Einsatz. Ausgeleuchtet wurde neben dem Innenhof auch vom Parkplatz am Finanzamt und vom Wallgraben aus in Richtung Erweiterungsbau.

Da auch am Montag weiterhin die Befürchtung bestand, dass das Stromnetz erneut zusammenbrechen könnte, wurde in einigen Bereichen des Gefängnisses, wie zum Beispiel der Anstaltsküche, nur eingeschränkt gearbeitet.

Von Sylke Grede

Quelle: HNA

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