Stadtverordnetenversammlung Naumburg diskutiert zwei Modelle für Heimarshausen

Stromkonzession weiter unklar

Naumburg. Während Baunatal in der vergangenen Woche für das Versorgungswerk mit Eon Mitte gestimmt hat, berät die Stadt Naumburg weiter. Das Thema Stromkonzession für den Stadtteil Heimarshausen bleibt auf der Tagesordnung.

In der jünsten Sitzung der Stadtverordnetenversammlung ging es lediglich um eine Beratungsvorlage. Bürgermeister Stefan Hable stellte die beiden Optionen vor. Erstens: Die Gründung eines Versorgungswerkes im Verbund mit weiteren Kommunen und dem Partner Eon Mitte. Zweitens: Der Abschluss eines Konzessionsvertrages „klassischer Art“. Partner wäre die Energie Waldeck Frankenberg (EWF).

Die EWF ist auch der bisherige Stromkonzessionspartner der Stadt für Heimarshausen. Der Vertrag läuft zum 31. Dezember dieses Jahres aus.

Eine Entscheidung muss bis Ende August fallen. Dann endet auch die Angebotsfrist. Die Bieter sind dann nicht mehr an ihr Angebot gebunden.

Bürgermeister Stefan Hable betonte die, wie komplex das Thema Stromkonzession ist. „Es soll weiter die Gelegenheit gegeben werden, darüber zu diskutieren“, sagte der Bürgermeister.

Eine Entscheidung, die Bernd Ritter (SPD) begrüßte. „Das ist grundsätzlich gut“, so Ritter, „hätte allerdings schon früher geschehen können.“

Die SPD stehe zu ihrer Aussage, die Rekommunalisierung des Stromverteilnetzes in Heimarshausen voranzutreiben, soweit dies wirtschaftlich vertretbar sei. Dabei hätte sich die Partei auch andere Partnerschaften vorstellen können, etwa mit den Stadtwerken Kassel.

Klaus Albrecht (Linke) kritisierte beide Modelle. „Die Kommunen sollten sich nicht auf den Deal mit Eon einlassen“, so Albrecht. Stattdessen favorisiere er eine dezentrale Versorgung. Albrecht: „Da gibt es vernünftige Modelle.“

Auch die CDU plädierte dafür, in den Ausschüssen und in der Stadtverordnetenversammlung, weiter über das Thema Stromkonzession zu beraten.

Von Anke Laumann

Quelle: HNA

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