Neun Kommunen aus dem Landkreis haben Angebote bewertet

Stromnetz: Städtische Werke sind Favorit

Schwalm-Eder. Die Städtischen Werke Kassel haben im Rennen um die Partnerschaft mit der kommunalen Netzgesellschaft Enerkom am besten abgeschnitten. Über die Gesellschaft wollen neun Kommunen aus dem Landkreis ihr Stromnetz von der Eon zurückkaufen.

Dabei geht man von einem Restwert des Netzes in Höhe von etwa 16 Millionen Euro aus. Das teilte am Freitag Mario Gerhold mit. Der Körler Bürgermeister ist Sprecher der neun Kommunen. Drei Unternehmen hatten sich als Partner beworben. Sie wurden von Edermünde, Gudensberg, Guxhagen, Körle, Malsfeld, Melsungen, Morschen, Niedenstein und Spangenberg nach fünf Kriterien bewertet. Es ging um Einflussmöglichkeiten der Kommunen in der Gesellschaft, um Risiken, Ertrag, Arbeitsplätze und Ökologie.

Die Städtischen Werke schnitten in vier Punkten mit am besten ab und erreichten unterm Strich 95 von 100 möglichen Prozentpunkten. Es folgten die Energie Waldeck-Frankenberg mit 75 und die Eon Mitte mit 70 Punkten.

Laut Gerhold wird den Parlamenten der neun Kommunen in der nächsten Woche vorgeschlagen, die Schlussverhandlungen über die Ausgestaltung der Partnerschaft mit den Städtischen Werken zu führen und erst bei einem Scheitern der Verhandlungen die übrigen Bewerber zu berücksichtigen.

Die Enerkom soll 2013 gegründet werden. Von ihr versprechen sich die Kommunen neben Konzessionseinnahmen auch Gewinnausschüttungen. Langfristig eröffnet sich laut Gerhold zudem die Option, das Netz mit Blick auf Erneuerbare Energien auszubauen und über ein Regionalwerk Strom anzubieten.

Für die etwa 60.000 Einwohner im Bereich der Enerkom bleibt laut Gerhold alles beim alten. Verträge mit Stromversorgern bleiben in Kraft. Auch wird für den Netzbetrieb Personal benötigt. Gerhold geht dabei von etwa 20 Mitarbeitern aus. ZUM TAGE

Von Lorenz Grugel

Quelle: HNA

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