Studie soll helfen, den Naturpark Habichtswald fit für die Zukunft zu machen

+
Marketing im Namen der Natur: (von links) Herbert Kimm, Kreisbeigeordneter des Schwalm-Eder-Kreises, Naturpark-Geschäftsführer Jürgen Depenbrock, Landrat Uwe Schmidt und Peter Nissen vom Amt für den ländlichen Raum.

Zierenberg. Der 50. Jahrestag des Naturparks Habichtswald im nächsten Jahr soll nicht ungenutzt verstreichen. Neue Ideen sollen her – von der Vermarktung bis zur Verbesserung der Wanderwege.

„Wir wollen versuchen, die Schönheiten des Naturparks touristisch besser zu verkaufen“, sagte Landrat Uwe Schmidt, der auch Vorsitzender des Zweckverbandes Naturpark Habichtswald ist. „Wir verfügen aber nicht über die Ressourcen, neue Konzepte zu erarbeiten.“ Daher hat der Zweckverband nun eine Studie in Auftrag gegeben: Das Planungsbüro akp in Kassel soll Schwächen und Stärken des Naturparks finden. Die Studie, die etwa 20.000 Euro kostet, wird zur Hälfte vom Land Hessen finanziert. Die ersten Ideen, auf deren Basis dann konkrete Projekte angegangen werden sollen, werden Mitte des nächsten Jahres erwartet.

Kurzclip:

„Wir müssen uns fragen: Wo wollen wir in den nächsten zehn Jahren stehen“, formuliert es Naturpark-Geschäftsführer Jürgen Depenbrock. Um den Landtourismus in der Region zu fördern, sieht er im Naturpark ein großes Potenzial, zum Beispiel als Wirtschaftsfaktor. So wie das Habichtswaldschwein, das im Herbst im Mitteplunkt der kulinarischen Veranstaltungsreihe „Wilde Wochen im Habichtswald“ stand, sollen auch andere Produkte wie Honig oder Schaffelle gewinnbringend vermarktet werden. In den Bereichen Vermarktung und Öffentlichkeitsarbeit könne man im Vergleich zu anderen Naturparks noch um einiges aufholen. Auch der Naturschutz und das Angebot der Naturschulungen für Schüler und Besucher seien noch ausbaufähig, sagte Depenbrock.

Um dem Naturpark auf die Sprünge zu helfen, habe jeder, der im Naturparkgebiet lebt und arbeitet, die Möglichkeit, sich einzubringen.

Die Zeit, bis die ersten Ergebnisse der Untersuchung vorliegen, soll dafür genutzt werden, das Thema Naturpark Habichtswald in der Region noch stärker zu verankern. „Wenn wir alle gemeinsam über die Zukunft des Naturparks nachdenken, dann werden auch diejenigen, die bisher den Naturpark als nachrangiges Thema behandelt haben, seine Bedeutung für die Entwicklung der Region erkennen“, ist sich Landrat Schmidt sicher.

Von Claudia Hempel

Quelle: HNA

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare