Ringtausch hoch über den Dächern von Homberg – Zum Ja-Sagen in die Türmerstube

250 Stufen bis zum Glück

Start ins gemeinsame Leben: Kathrin und Benjamin Stuhlmann aus Homberg heirateten im Türmerstübchen der Stadtkirche in Homberg. Es war das zweite Paar seit 2005, das die 250 Stufen zum Glück nicht scheute. Foto: privat/nh

Homberg. Bis zum Ja-Wort war es für Kathrin und Benjamin Stuhlmann aus Homberg ein steiler Weg. In der Türmerwohnung, 58 Meter über der Kreisstadt, gaben sie sich vor dem Standesbeamten Frank Ruhland das Eheversprechen. Es war das zweite Pärchen seit 2005, das den gemeinsamen Lebensweg in luftiger Höhe begann.

„Wir haben für unsere Hochzeit einen besonderen Ort gesucht“, sagt der frisch gebackene Ehemann Benjamin Stuhlmann. Mit seiner Frau Kathrin sei er bei einer Stadtführung die über 250 Stufen in die Türmerwohnung gestiegen. „Dass man dort heiraten kann, habe ich nur zufällig erfahren.“ Doch von da an stand für ihn fest, hoch über Homberg zu heiraten.

Sportliche Gäste

Bedenken, dass die 20 Gäste, die zur Trauung eingeladen waren, den Weg nach oben nicht schaffen könnten, hatte das Pärchen nicht: „Sie sind alle sportlich und dynamisch.“ Oben angekommen mussten Brautleute und Gäste in der kleinen Türmerwohnung etwas zusammenrücken. Doch das traumhafte Ambiente ließ alle Anstrengungen vergessen. Nach der Zeremonie blieben das Brautpaar noch eine Stunde auf dem Turm, um die Aussicht zu genießen. Und am Abend feierten sie mit 150 Gästen ein rauschendes Fest.

Zurückhaltend war bislang die Nachfrage nach Trauungen in der Türmerwohnung, sagt Ernst Kubisch, Standesbeamter der Stadt Homberg. Es liege wohl am beschwerlichen Aufstieg mit den 250 Stufen, die vor der Hochzeitsgesellschaft liegen. Außerdem müssten Trauungen mit der Kirche abgesprochen werden.

Doch an romantischen Orten für den Start ins Glück mangelt es in Homberg nicht. „Von Mai bis September sind die Rosenhochzeiten auf dem Schlossberg der Renner“, sagt Kubisch. Er führt das zurück auf die Umgebung und das Angebot der Burgberggemeinde, einen Rosenstock zu pflanzen und vieles mehr.

Wer aber zum Ja-Sagen weder ins Türmerstübchen noch auf den Burgberg pilgern möchte, kann sich in der Hohlebachmühle trauen lassen. (ras)

Quelle: HNA

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare