Katastrophenschutzübung in Itzenhain: Verheerendes Gewitter fordert alle Kräfte

Unwetterszenario: 400 Helfer stellen sich am Freitag einer Katastrophenschutzübung. Die Planer: Jens Schömann, Oliver Neuwirth und Steffen Schmitt (von links). Foto: 1 Archiv/1 Rose

Gilserberg. Am Freitag wird über die Gilserberger Ortsteile Itzenhain, Appenhain und Bellnhausen ein unwetterartiges Sommergewitter mit orkanartigen Böen ziehen. Das ist nicht etwa die aktuelle Wettervorhersage, sondern ein Szenario, das sich die Feuerwehrleute Oliver Neuwirth, Steffen Schmitt, Jens Schömann und Daniel Dippel für eine große Katastrophenschutzübung ausgedacht haben.

Bei der Organisation arbeitet auch der Kreis mit. Alarmiert werden am frühen Freitagabend etwa 300 Einsatzkräfte, insgesamt beteiligen sich 400 Helfer.

Zwölf Feuerwehren sowie sechs Katastrophenschutzzüge aus dem Schwalm-Eder-Kreis, dem Landkreis Marburg-Biedenkopf und dem Landkreis Waldeck-Frankenberg nehmen an dem Probelauf teil. Mit dabei sind außerdem drei Sanitätszüge, die Hundestaffel des Roten Kreuzes sowie die Notfalldarsteller des Roten Kreuzes und der Reservistenkameradschaft Kellerwald. „Einige Darstellungen der Einsatzszenarien werden mit pyrotechnischen Spezialeffekten verstärkt“, erläuterte Oliver Neuwirth. 63 Fahrzeuge sind im Einsatz.

Bei allen Wagen, die in den Szenen benötigt werden, sind Scheiben und Betriebsstoffe entfernt worden. „Bei besonders spektakulären Unfällen kommen außerdem Puppen zum Einsatz“, so der Feuerwehrmann. Aufgeteilt ist die Übung in elf verschiedene Stationen, die sich über die Orte Itzenhain, Appenhain und Bellnhausen verteilen. Die Details der Szenarien seien an dieser Stelle noch nicht verraten: „In der Realität weiß man vorher auch nie, was einen erwartet“, so Oliver Neuwirth.

Beginn der Übung ist um 17.30 Uhr, Ende gegen 20.30 Uhr. Im Anschluss gibt es eine Nachbesprechung. Die Katastrophenschutzübung ist Teil der Jubiläumsfeier zum zehnjährigen Bestehen des Katastrophenschutzzuges Gilserberg. Die Planungen für die Großübung dauerten mehr als ein Jahr. Hintergrund

Von Sandra Rose

Quelle: HNA

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