Die Suche geht weiter

Auch Kamerunschaf Angel konnte Känguru Karlchen nicht ausfindig machen

Metze. Aschenbrenners suchen weiter nach ihrem Karlchen. Das Känguru wird seit Sonntag vermisst. Jetzt hat Rainer Aschenbrenner sogar Kamerunschaf Angel, Karlchens Partner, mit in den Wald genommen. Das Wallaby-Känguru wurde zuletzt am Montagnachmittag in dem Waldstück zwischen Gudensberg und Metze gesichtet.

Die Hoffnung von Rainer Aschenbrenner: Karlchen sollte das Blöken von Angel hören und sich zeigen die beiden sind seit Jahren in demselben Gehege und kennen sich gut. Doch auch diese Aktion brachte keinen Erfolg bei der Suche.

Zuletzt wurde der Ausbrecher von einem Fahrradfahrer gesichtet, der am Montag in dem Wald unterwegs war. Er hatte sich allerdings erst am Dienstagmorgen bei Rainer Aschenbrenner gemeldet. An der angegebenen Stelle sollte die Suche beginnen.

Hilfe durch Nachbarschaft

Zunächst musste für Angel ein passender Anhänger zum Transport und ein passendes Geschirr gesucht werden. Dank des Nachbarn Stephan Steiger konnte schließlich die Suche losgehen: Er stellte seinen Anhänger und das Geschirr seines Hundes zur Verfügung. Er hatte am Dienstagmorgen von der ungewöhnlichen Suchaktion gehört und sich daraufhin bei Aschenbrenners gemeldet.

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Persönlich kannten sich Steiger und Aschenbrenners bisher nicht, aber "dass hier ein Känguru wohnt, das wusste ich", erzählt Steiger. Man kenne sich auch vom Sehen, sagte der Metzer.

Doch Angel in den Anhänger zu bekommen, war zunächst leichter gesagt als getan: Das Schaf ließ sich nur widerwillig fangen und in den dunklen Hänger bugsieren. Dabei verletzte Rainer Aschenbrenner sich auch noch an der Hand: Angel hatte ihm mit dem Kopf die Hand zwischen Gitterstäben und Wand eingeklemmt.

Der Kängurubesitzer nahm es gelassen: "Sie kennt das eben nicht, und dann hat sie Angst." Absicht sei das sicher nicht gewesen, sagte Aschenbrenner.

Gesucht wird Karlchen seit Sonntag, als er vermutlich über den Zaun des Geheges hüpfte und verschwand. Gesichtet wurde das Tier zwei Mal in dem Waldstück zwischen Gudensberg und Metze. Bis jetzt konnte das Wallaby aber nicht gefangen werden.

Suche bis es dunkel wird

Auch am Montagabend waren Aschenbrenners noch bis in die Dunkelheit hinein unterwegs. "Leider haben wir Karlchen noch nicht gefunden", so Petra Aschenbrenner. Die Suche nach Karlchen sei in der Dunkelheit natürlich schwieriger.

Auch Oliver Ebert aus Fulda flog ab nachmittags mit einer Drohne wieder die Maisfelder am Waldrand ab. Bis Redaktionsschluss war er noch mit der Wärmebildkamera auf der Suche nach dem Wallaby, konnte ihn bisher aber nicht ausfindig machen.

Die Hoffnung wollen Aschenbrenners nicht aufgeben. Sie werden die Suche auch in den nächsten Tage fortsetzen. (bdi)

Video von Montag: Känguru verschwunden

Quelle: HNA

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