Polizeibeamte durchsuchen Waldstück bei Obermelsungen

Quälende Ungewissheit: Vermisste Kasselerin bleibt verschwunden

Melsungen. Die Suche nach einer vermissten Kasselerin ging auch am Donnerstag weiter. Es ist der 13. Tag der Suchaktion. Noch immer haben die Beamten des Bereitschaftspolizeipräsidiums keine Hinweise gefunden, die das Verschwinden erklären könnten.

Die 40-jährige Frau aus Kassel wird seit Dienstag, 7. Oktober, vermisst.

30 Bereitschaftspolizisten und eine Hundestaffel mit Leichenhunden waren im großen Waldstück zwischen Obermelsungen und der Autobahn 7 im Einsatz. Dreiviertel der Fläche, die die Beamten insgesamt durchsuchen wollen, seien bereits durchkämmt, sagte am Donnerstag ein Verbindungsbeamter der Sonderkommission beim Kriminaldezernat 11, das für Gewalt- und Kapitalverbrechen zuständig ist.

Suche nach Vermisster in Waldstück bei Obermelsungen

Suche nach Vermisster aus Kassel in Waldstück bei Obermelsungen

Aktualisiert um 16.10 Uhr

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Abschnitt für Abschnitt durchsuchen die Beamten das mehrere Quadratkilometer große Gebiet zwischen Melsungen, der Bundesstraße 253 und Obermelsungen. Das Gebiet einer Funkzelle lasse sich nur schwer genau eingrenzen. „Die Kollegen halten nach allem die Augen offen, was nicht in den Wald gehört oder auffällig ist“, sagt der Verbindungsbeamte. Das könne Kleidung sein oder veränderter Waldboden. Man wisse nicht, nach was man suche. Es könne sich um einen Tatort handeln oder um einen Ablageort. In den ersten Tagen der Suchaktion gab es Unterstützung aus der Luft. Doch aus einem Hubschrauber sieht man in dem dichten Wald nicht viel. Für die Polizisten sei die Suche kräftezehrend – teilweise gehe es durch unwegsame Vegetation. Planquadrat für Planquadrat. Unterbrochen wird die Suche nur wegen schlechter Witterung. Etwa 100 Meter decken die Beamten ab, wenn sie im Drei-Meter-Abstand am Feldweg Stellung beziehen und erneut in den Wald eindringen, um Hinweise zu finden.

So makaber es klinge, sagt der Beamte weiter, letztlich würden alle hoffen, etwas zu finden. Man fühle mit den Angehörigen, und Ungewissheit sei sehr belastend. Die Suche werde so lange fortgesetzt, bis man sich sicher sei, das relevante Gebiet abgesucht zu haben. Die Spurensicherung stehe bereit, um bei Hinweisen ihre Arbeit aufzunehmen. Auch die Jägerschaft und das Forstamt wüssten Bescheid.

Von Damai D. Dewert

Quelle: HNA

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