Die Suche nach der Zukunft der Dörfer

Urkunden für Sieger des Regionalentscheids unser Dorf hat Zukunft

Preisverleihung: Vertreter der Siegerorte im Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ nahmen in der Antreffhalle in Merzhausen steIlvertretenden für ihre Dörfer die Siegerurkunden des Regionalentscheids entgegen. Foto: Haaß

Merzhausen. Knapp 170 Vertreter aus den Gewinnerorten des Wettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft" waren am Samstag in die Antreffhalle in Merzhausen gekommen, um stellvertretend für ihre Dörfer die Siegerurkunden im Regionalentscheid entgegenzunehmen. Dazu hatte der Landfrauenverein die Halle herbstlich geschmückt.

Eine Fotoausstellung vermittelte einen Eindruck vom Engagement der Gemeinden und dokumentierte Vielfalt und Lebensqualität im ländlichen Raum. „Gesucht wurde nicht das Schönste, sondern das aktivste, sozialste und zukunftsfähige Dorf“, fasste der Erste Kreisbeigeordnete des Schwalm-Eder-Kreis Winfried Becker das Wettbewerbsziel zusammen.

Für den musikalischen Rahmen des Nachmittags sorgten der Jungbläserchor Willingshausen und der Brauchtumsverein Hilgershausen. Schön anzusehen und immer wieder erstaunlich, dass Ankleiden einer Braut mit Schwälmer Tracht. Für Lacher sorgten Sigried Berg und Anneliese Neuman vom Heimatverein Wahlshausen mit einer kleinen Sketcheinlage.

Mit dem Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ werden besonderes Engagement und außergewöhnliche Beiträge zur zukunftsfähigen Entwicklung der hessischen Dörfer herausgestellt. Orte mit dörflichem Charakter werden angesprochen, ihren Lebensraum zu gestalten und damit die Lebensqualität zu sichern. Der Wettbewerb geht dabei von der Unverwechselbarkeit eines jeden Ortes aus. Grundlage der Bewertung ist eine ganzheitliche Betrachtung des Lebensraumes Dorf. Aus dem Schwalm-Eder-Kreis nahmen 14 Dörfer in den Gruppen A und B teil. Hessenweit stellten sich 135 Dörfer den kritischen Blick der überwiegend ehrenamtlichen Juroren.

„Der Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ ist eine Chance, die Aktivitäten der Bevölkerung in unseren Dörfern zu bündeln und das Verständnis für die Herausforderungen zu verbessern. Wer an der Gestaltung seines Lebensraums mitwirkt, stärkt die Mitverantwortung und die Verbundenheit in seinem Dorf“, sagte Winfried Becker.

Willingshausen Bürgermeister Heinrich Vesper lobte das Engagement der beteiligten Dörfer und der Menschen. Wichtig sei die Teilnahme, denn der Wettbewerb schweiße die Dorfgemeinschaft zusammen.

Für den Zwiespalt zwischen Modernität und Tradition im ländlichen Raum kann der Wettbewerb Lösungsansätze bieten, waren sich alle Redner einig und warben für eine größere Beteiligung. „Man bekommt einfach einen anderen Blick auf den eigenen Ort“, brachte es Willingshausens Ortsvorsteher Reinhold Corell auf den Punkt.

Von Matthias Haaß

Quelle: HNA

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