50 Aussteller aus der Region zeigten beim 17. Künstlertreff in Homberg ihre Werke

Vom Suchen und Finden

Kunterbunt: Das Angebot des Künstlertreffs war so bunt und abwechslungsreich wie die Hüte von Monika Dombert (2. von links). Das freute Ausstellungsleiter Klaus Hochmuth (rechts) und Mike Kuhlbrodt ebenso wie die Künstlerinnen Roswitha Kanint und Gudrun Seeck. Fotos: Yüce

Homberg. „Das Geheimnis der Kunst liegt darin, dass man nicht sucht, sondern findet“, hat der Maler Pablo Picasso einmal gesagt. In der Homberger Stadthalle konnte man am Wochenende jede Menge Kunst finden. 50 Künstler aus der Region kamen beim 17. Künstlertreff zusammen und zeigten in einer Gemeinschaftsausstellung ihr Können.

Das war nicht nur anhand fertiger Werke zu sehen. Einige Künstler ließen sich auch bei der Arbeit zusehen. Da kam man schnell ins Gespräch – egal, ob als Künstler untereinander oder als Besucher mit den Künstlern. So unterschiedlich die Aussteller, so verschieden waren auch ihre Arbeiten: Plastiken, Fotoarbeiten, Aquarelle, Ölgemälde und mehr.

Da schnitzte Monika Rohde aus Fritzlar an einer Katze aus Holz und gleich daneben zeichnete Norman E. Rogers aus Bessenbach den Stamm einer alte Buche, die er im Wald bei Rengshausen entdeckt hatte. Beide zeigten sich begeistert von der Atmosphäre des Künstlertreffs. „Hier trifft man sich und knüpft Kontakte“, sagte Rohde und Rogers betont, dass es schön sei, die Kunst so vieler anderer Menschen an einem Ort zu sehen.

„Da bekommt man Lust auf Kunst“, fügte er an und widmete sich wieder seiner filigranen Zeichnung. Ein Lob, dass Klaus Hochmuth sicher gern hört. Er ist erstmals Ausstellungsleiter und will vor allem die Kontakte der Kreativen der Region stärken. Dass das gelungen ist, davon sind auch Gudrun Seeck, Roswitha Kanint und Monika Dombert überzeugt. Für die drei Künstlerinnen ist der Treff in Homberg ein fester Termin. „Weil es faszinierend ist, wenn man über den Tellerrand blickt.“

Im Selbstversuch

Das taten auch so manche Besucher, sie versuchten sich im Filzen und Klöppeln. Sarah Weis und Tanja Hohlbaum aus Homberg klöppelten. „Die Arbeit mit Spule und Garn macht Spaß und beruhigt“, sagte Hohlbaum. Damit die Besucher die Ausstellung auch in vollen Zügen genießen konnten, gab es eine Kreativ-Ecke für Kinder. Und auch sonst hatte das Programm von Lesungen bis hin zu Flamenco-Gitarrenklängen einiges zu bieten. Eine Mischung, die stimmte, denn das Begleitprogramm überlagerte nie das Wesentliche – die Ausstellung.

„Kunst ist frei“, sagte die Vorsitzende des Kulturrings, Christine Beutelhoff schließlich und zeigte sich stolz über die große Vielfalt, die geboten wurde: „Da findet sicher jeder seine Kunst.“

Von Maja Yüce

Quelle: HNA

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