Weite Teile bisheriger Suchgebiete kommen nicht in Frage

RP sucht neue Flächen für Windkraftanlagen

Wolfhager Land. Die Suche nach Standorten für Windenergie-Anlagen gestaltet sich schwierig. Nach neuesten Unterlagen, die das Regierungspräsidium Kassel (RP) veröffentlichte, kommen weite Teile der ursprünglich anvisierten Flächen im Wolfhager Land nicht in Frage.

Die vom Land Hessen vorgegebene Zielmarke, mindestens zwei Prozent der Flächen mit Windenergie-Anlagen zu bebauen, dürfte demnach im Altkreis verfehlt werden.

Von den ursprünglich untersuchten 12 107 Hektar im Landkreis Kassel bleiben nach der Prüfung nun gerade noch 4211 Hektar übrig. Weil das nicht reicht, könne „hier und da nicht ausgeschlossen werden“, dass der Suchraum erweitert wird, so RP-Sprecher Michael Conrad. Nötig wären 3697 Hektar.

Allerdings gelte das Ziel von zwei Prozent für das ganze Bundesland und nicht für jeden Kreis. Bezogen auf den Regierungsbezirk (Nordhessen mit Fulda) wird die Marke nach den vorliegenden Plänen fast erreicht. Nötig wären 16 786 Hektar, als Vorranggebiete kämen 16 660 Hektar in Frage.

Im Landkreis Kassel wurden 51 Gebiete zwischen Bad Karlshafen im Norden und Baunatal im Süden als sogenannte „Suchraum-Kulissen“ untersucht. Als Vorschlags-Flächen kommen davon nur 30 in Betracht. Dabei wurden Kriterien wie Windgeschwindigkeiten, Natur- und Umweltschutz und der Abstand zu Ortschaften berücksichtigt. Dadurch kommen viele Flächen gar nicht in Frage, andere nur teilweise.

Bereich komplett entfallen

So ist der Bereich Großer Gudenberg/Großer Bärenberg zwischen Wolfhagen und Zierenberg etwa komplett als Vorschlagsfläche entfallen. Die Flächen seien nicht ausgewiesen, bevor nicht die Regionalversammlung darüber entscheide. Es würden lediglich Suchräume festgelegt, wo das Windaufkommen angemessen erscheint“, sagte RP-Sprecher Conrad. (clm/uli) Zum Tage

Quelle: HNA

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare