Bewegungsprojekt an der Förderschule soll Kinder vom Fernseher wegholen

Surfen in der Sporthalle

Starke Sache: Das Waveboard-Projekt an der Wolfhager Förderschule hat den Jugendlichen im Alter zwischen 10 und 16 Jahren riesig viel Spaß gemacht. Foto: Ricken

Wolfhagen. Leon traut sich: Fest presst er die Lippen aufeinander, rudert mit den Armen und besteigt das Wackelbrett. Ein, zwei, drei Versuche und dann ist er für ein paar Meter der Steuermann. Strahlend hüpft er vom Waveboard.

„Echt cool!", sagt er. Spaßsport statt Unterricht, das gefiel auch den anderen Förderschülern, die in dieser Woche beim hessischen Schulprojekt „Schulwelt ist Bewegungswelt“ mitmachten. 15 der Trendsportgeräte hatte die dänische Firma Streetsurfing an die Förderschule verliehen. In der Schulsporthalle zeigten die Könner unter den Schülern, wie die Bretter durch Gewichtsverlagerung und wechselseitiges Ankippen der Füße richtig in Fahrt kommen.

„Das Waveboard hat viele positive Effekte. Es fördert Koordination und Gleichgewicht und stärkt die Muskulatur“, erklärt Ulrike Berndt, die als Sportlehrerin der Schule mit den Kindern trainiert. Die sausen um Pylonen oder spielen auf den Boards Völkerball. Das so genannte Streetsurfen ist eine Kombination aus Snowboarden, Skateboard fahren und Surfen. Beliebt ist es bei Jugendlichen, weil sich damit spektakuläre Manöver und Tricks ausführen lassen. Die, die es noch nicht zu Hause haben, sind nach dem besonderen Sportunterricht richtig scharf darauf. Berndt ist sicher: „Das steht jetzt auf manchem Weihnachts-Wunschzettel. Ein prima Rezept gegen zuviel Fernsehen und Gameboy spielen.“

Von Bea Ricken

Quelle: HNA

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