Geprüfte Qualität – Hessen: Staatssekretär Mark Weinmeister übereichte Urkunden

Symbol für Regionales

Bei der Übergabe: Bürgermeister Dr. Gerald Näser, Peter Klingmann (Qualitätsmarke), Claus Helwig, Eckhart Neun (Landesinnungsmeister), Ralf Helwig, Mark Weinmeister und Fritz Kästel (Obermeister der Fleischerinnung Schwalm.Eder, von links). Foto: Rose

Ziegenhain. 650 Betriebe in Hessen gehören mittlerweile der Qualitätsmarke „Geprüfte Qualität – Hessen“ an: Auch der Schlacht- und Zerlegebetrieb Helwig aus Ziegenhain ist ab sofort im Verbund dabei. Staatssekretär Mark Weinmeister überreichte den Brüdern Ralf und Claus Helwig jetzt die Urkunde zur Teilnahme an der Qualitätsmarke. Auch der Betrieb von Landwirt Matthias Baun aus Trockenerfurth wurde zertifiziert.

Der Familienbetrieb Helwig wird aktuell in fünfter Generation von Claus und Ralf Helwig geleitet. Aus der Kasseler Straße zogen die Eltern mit der Firma auf die grüne Wiese vor die Tore Ziegenhains. Im Laufe der Zeit entwickelte sich der Viehhandel als Hauptgeschäft. Weiterer Schwerpunkt wurde dann ab dem Jahr 1986 der Schlachtbetrieb.

Mit der Teilnahme an der Qualitätsmarke schließt sich das Unternehmen Helwig dem regionalen Trend an und kann nun die Metzgereien aus dem Umfeld mit regional erzeugtem Fleisch von Rindern und Schweinen von ebenfalls zertifizierten Landwirten beliefern. Die Firma beschäftigt 25 Mitarbeiter, in den Arbeitsspitzen eine weitere Schlacht- sowie Zerlegekolonne. Die Fleischabnahme schwanke je nach Saison, erläuterte Ralf Helwig. Im Herbst steige die Nachfrage nach Rind, im Frühjahr und Sommer nach Grillprodukten. 2200 Schweine schlachtet der Betrieb im Monat, dazu 60 Stück Vieh. Im kommenden Jahr plant das Unternehmen einen Neubau oberhalb von Sibo-Beton. Eine Erweiterung des aktuellen Standorts ist wegen der Bebauung nicht möglich.

„Wir haben uns zur Teilnahme an der Qualitätsmarke entschieden, weil die Prinzipien der Qualitätsmarke sich für Lebensmittel mit klarem regionalen Bezug einzusetzen, den Grundsätzen des Betriebes entsprechen“, sagte Claus Helwig.

Weinmeister unterstrich: „Eine immer größer werdende Zahl der Verbraucher achtet beim Einkauf darauf, dass Lebensmittel aus einer bestimmten Region kommen.“ Die Qualitätsmarke sei ein System, das nicht nur die regionale Herkunft herausstelle, sondern dem Verbraucher durch Kontrollen auch Sicherheit biete.

Auch der Landesinnungsmeister des Hessischen Fleischerverbandes Eckhart Neun erklärte, dass die regionale Herkunft der Rohware vom Verbraucher verstärkt nachgefragt würde. „Mit diesem Zeichen dürfen nur Betriebe werben, deren Produkte ausschließlich aus hessischer Erzeugung stammen.

Zudem werden für Produktion und Verarbeitung Richtlinien eingehalten, die über dem gesetzlichen Standard liegen“, sagte Peter Klingmann, Geschäftsführer des Verbundes.

Die Einhaltung der Kriterien werde jährlich von einer neutralen Kontrollstelle überprüft, die wiederum durch das Land Hessen zugelassen und ebenfalls regelmäßig auf die Ordnungsmäßigkeit ihrer Kontrollen überprüft werde.

Von Sandra Rose

Quelle: HNA

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