Für die Kinder im Alter bis zu sechs Jahren öffnen sich Tür und Tor im Ort

Täglich Advent mit der Eule

Mit Äwel, der Eule: vorn Kira Bamberg und Melisa John, dahinter Bianca Wehrstedt, Bianca Bamberg, Doro und Florian Steinberg und Annika John. Foto: Thiery

Oberaula. Ein Adventskalender, der lebt: Darunter können sich die Oberaulaer nun etwas vorstellen. Seit Anfang Dezember öffnet die Krabbelgruppe im Ort jeden Tag eine andere Tür für die Kinder.

Dahinter verbirgt sich immer eine Überraschung, wie die Bastelstube für die Kleinen in Steinbergs Scheune. Wo sonst Trecker stehen, hatten die Frauen eine kleine Weihnachtsbastelstube eingerichtet, mit viel adventlicher Dekoration und heimeligen Lichtchen. Im beheizten Scheunenraum schwangen die Kinder die Pinsel, malten Tannenzapfen an und naschten Süßigkeiten.

Basteln, Plätzchen, Tombola

Jeden Tag bis Weihnachten haben die Oberaulaer Kinder nun etwas anderes vor. Das reicht vom Waldspaziergang, gemeinsamen Plätzchenbacken in der Bäckerei, dem Basteln von Holzsternen bis hin zur Weihnachtstombola, wo es dann Heilig-Abend Geschenke gibt.

Für jeden Tag gibt es eine andere Aktion. Auf diese etwas andere Idee des Adventskalenders kamen die Frauen der Krabbelgruppe Oberaula zufällig. Sie hatten davon gehört, wie in einem kleineren Ort jeden Tag bis Heilig Abend eine andere Familie das Haus öffnet, um den Kindern eine Stunde vorzulesen. Von dieser Art der Vorfreude auf das Weihnachtsfest waren die Mütter so begeistert, dass sie das auch organisieren wollten. Allerdings: „Oberaula hat etwa 200 Kinder in diesem Alter“, sagte Bianca Wehrstedt. Die bekomme man nicht alle in ein Wohnzimmer. Und so wuchs die Idee für den Lebendigen Adventskalender. „Wir dachten uns für jeden Tag eine andere Aktion aus und suchten Sponsoren. Die Gruppe fand viele Unterstützer, Geschäfte im Ort, die Bäckerei, den Lebensmitteladen und die Kirche, alle machen gern mit“, erzählt Doro Steinberg.

Immer mit dabei ist der Äwel, das Wahrzeichen Oberaulas, eine Eule als Stoffpuppe. Mit ihr moderieren die Frauen die Aktionen an. das soll den Kindern einen Wiedererkennungswert und Sicherheit bieten, sagte Bianca Wehrstedt. Die Kinder sind bis zu sechs Jahre alt. Sie sind für die einzelnen Aktionen angemeldet, damit die Frauen besser planen konnten. Für jede Aktion zahlen die Eltern einen Euro. (zty)

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Quelle: HNA

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