Täglich neues Rekordtief bei Heizöl und Sprit

Wolfhager Land. Die Talfahrt der Heizöl- und Spritpreise geht weiter: Die Händler und Tankstellenbesitzer im Wolfhager Land melden, von einigen kleineren Schwankungen abgesehen, seit zwei Wochen täglich ein neues Rekordtief.

„Wir können nur jeden Tag staunen, da hätte im September niemand mit gerechnet“, sagt Edgar Markus von der Raiffeisen-Warenzentrale Heizöl in Wolfhagen. Sein Kollege Maik Viereck von der Firma Löber in Balhorn spricht von „einem historischen Tief“. Ob die Preise noch weiter in den Keller rutschen, könne er nicht sagen. „Ich habe keine Glaskugel.“ Edgar Markus ist der Meinung: „Wer im Moment Heizöl kauft, kann eigentlich nichts verkehrt machen.“ Vier Jahren seien die Ölpreise relativ stabil geblieben. Bis die Talfahrt Ende des Sommers begann, habe der Liter Heizöl noch zwischen 78 und 82 Cent gekostet.

Aktuell ist der Preis des Brennstoffs auf unter 60 Cent gerutscht, vorausgesetzt, der Kunde nimmt 7000 Liter ab. Ein Liter kostet dann 59,10 Cent inklusive Mehrwertsteuer. Aber auch Kunden die nur 3000 Liter abnehmen, bekommen einen supergünstigen Preis. Derzeit pendelt der Preis für einen Liter zwischen 60,50 und 60,70 Cent.

Auch an den Tankstellen freuen sich die Autofahrer über extrem günstige Spritpreise. Nach Auskunft von Peter Cöster von der Aral-Tankstelle in Breuna liegt der Preis aktuell für Diesel bei 1,15 und bei Super bei 1,31 Cent pro Liter.

„Wir erreichen jeden Tag neue Rekorde an den Zapfsäulen“, erklärt Tanja Roppel von der Wolfhager bft-Tankstelle. Die meisten Kunden würden ihren Tank voll machen.

Grund für den Preisverfall ist ein Beschluss der Erdöl exportierenden Länder (Opec), keine Drosselung der Fördermengen auszusprechen. Die Ölquellen sprudeln, und die Lager sind voll, das drückt den Preis.

Von Bea Ricken

Quelle: HNA

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