Hermann-Schafft-Schule wurde mit zehn elektronischen Tafeln ausgestattet

Das Tafelwischen hat ein Ende

Bunt und gut lesbar: Die 9-jährige Luisa Gasse aus Ellenberg arbeitet gerne an der elektronischen Tafel. Foto: Grob

Homberg. Die Zeiten, in denen die Schüler der Homberger Hermann-Schafft-Schule Kreidestücke quietschend über Tafeln zogen, sind vorbei. Der Landeswohlfahrtsverband (LWV) hat die Schule mit zehn so genannten Whiteboards ausgestattet und will in den kommenden fünf Jahren alle Klassenzimmer damit versorgen.

Aktuell hat der LWV zehn Schulen mit 32 Whiteboards versorgt. Die Kosten betragen 117 000 Euro, die zum Großteil aus dem Sonderinvestitionsprogramm des Landes Hessen bezahlt werden. Ein Whiteboard kostet mit allem Zubehör zwischen 2800 und 3500 Euro.

Whiteboards sind besonders für die Arbeit mit sinnesgeschädigten Schülern geeignet. „Die Schrift lässt sich einfach vergrößern, Farbkontraste können verändert werden und alle Unterrichtsinhalte lassen sich schnell visualisieren“, schwärmte Erika Carstensen vom LWV.

Nützlich ist die Tafel auch für Schüler, die nicht den gleichen Entwicklungsstand wie ihre Altersgenossen haben. Diese Schüler können in manchen Fällen einem Begriff, wie etwa dem Walross, kein Bild zuordnen, obwohl sie ihn kennen.

„Mit dem Whiteboard kann man den Begriff im Internet suchen. Die Schüler erkennen das Tier dann wieder und lernen so schneller“, sagte Schulleiter Dietmar Schleicher.

Lehrer Tobias Kraus fügte hinzu, dass auch die technischen Möglichkeiten der Tafeln interessant für die Schüler seien. „Manche Schüler, die früher kaum an die Tafel gekommen sind, stehen jetzt häufiger vorne“, sagte er. „Einige Mädchen in meinen Klassen schreiben ihre Texte an der Tafel jetzt meistens in lilafarbener Schrift.“

Ältere Kollegen, die mit der modernen Technik nicht vertraut seien, lasse er nicht hängen. Für sie biete er spezielle Fortbildungskurse im Umgang mit den Tafeln an.

Quelle: HNA

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