Tagungshotel in Morschen will Auslastung steigern

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Eine Einheit: Das Hotel Kloster Haydau fügt sich gut in den historischen Klosterpark ein. Die Wirtschaftsgebäude wurden aufwändig saniert. Darin sind die Veranstaltungsräume untergebracht.

Morschen. Es ist ein wahrer Publikumsmagnet: Das Tagungs- und Seminarzentrum Hotel Kloster Haydau in Altmorschen. Wir sprachen ein Jahr nach der Eröffnung mit Hoteldirektor Alexander Hess über Übernachtungszahlen und Pläne für die Zukunft des Hotels.

"Wir sind sehr zufrieden mit der Auslastung", sagt Direktor Alexander Hess. 22.500 Gäste haben seit Mai 2013 im Hotel Kloster Haydau übernachtet. Das entspricht laut Hess einer Auslastung von etwa 50 Prozent.

"Angestrebt ist eine Auslastung von mehr als 70 Prozent", sagt Hess, der das Hotel seit dem 1. Januar 2014 leitet. Stärkster Partner sei nach wie vor der Medizintechnikhersteller B. Braun, der auch Eigentümer und Bauherr des von der Compass-Group betriebenen Hotels ist. "Ohne diese Kooperation würde es den Standort hier nicht geben", sagt Hess.

Das Hotel hat 136 Zimmer, das dazugehörige Boardinghaus 13. In den ehemaligen Wirtschaftsgebäuden und der Orangerie stehen 26 Räume für Tagungen und Feiern zur Verfügung.

Mehrere Unternehmen aus der Region und dem Rest Deutschlands nutzen das Tagungszentrum mit Hotel mittlerweile. Hess führt das auf die günstige Lage in der Mitte Deutschlands und die gute Erreichbarkeit Morschens zurück sowie auf die einmalige Atmosphäre, die das Ensemble in Altmorschen bietet.

Auch mit dem Wochenendgeschäft gehe es laut Hess voran. 30 Hochzeiten stünden für dieses Jahr an. "In der Regel dauert es aber drei Jahre, bis sich so ein Haus als Marke etabliert hat", sagt Hess. Er freue sich auch über die Tagesgäste aus der Region, die zum Beispiel den Spabereich, die Bar und das Restaurant nutzen.

Morschens Bürgermeister Herbert Wohlgemuth bezeichnet das Hotel als enormes Plus für die Gemeinde. "Die Akzeptanz in der Bevölkerung ist sehr groß."

Derzeit arbeiten mehr als 80 Vollzeitkräfte und 25 Aushilfen im Seminarzentrum. Das sind laut Hess etwa 20 mehr als noch im Mai 2013.

Ab dem Sommer sollen außerdem vier Ausbildungsplätze entstehen. Zwei Köche und zwei Hotelfachleute wolle man jährlich ausbilden, sagt der Hoteldirektor. "Wir schreiben uns die Nachwuchsarbeit groß auf die Fahnen", sagt Hess. Allerdings sei er zunächst mit gemischten Gefühlen an das Projekt Ausbildung herangegangen.

"Am Anfang war es nicht einfach ausreichend Fachkräfte zu finden", sagt der 40-Jährige. Doch mittlerweile sei man gut aufgestellt und könne auch beim Personal die Stabilität bieten, die der Gast sich wünsche.

Trotz aller nötigen Stabilität hat Alexander Hess, der vorher in einem Hotel in Deidesheim gearbeitet hat, noch viele Ideen. So kann er sich vorstellen, dass im Burggrafenhaus eine Weinstube eingerichtet werden könnte und im Domänenhof gemeinsam mit dem Kulturring Konzerte veranstaltet werden.

Am 26. Juli wird auf jeden Fall ein Sommerfest gefeiert. "Wir wollen uns mit einer Party bei den Menschen in Morschen bedanken", sagt Hess.

Von Barbara Kamisli

Quelle: HNA

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