Dank riesiger Unterstützung

Dank riesiger Unterstützung: Vierjähriger Tamino trainiert jetzt für Reise zu Delfinen

Reisen im August 2014 zur Delfin-Therapie: Tamino mit seiner Mutter Bianca

Borken. Jetzt beginnt für Tamino Pötter das Training: Denn der Vierjährige wird gemeinsamen mit seinen Eltern im August des nächsten Jahres nach Curaçao reisen. Nicht zum Vergnügen – für Tamino und seine Eltern ist es viel mehr als das.

Bianca und Matthias Pötter setzen große Hoffnungen auf eine spezielle Delfin-Therapie, die ihrem seit der Geburt an Spastiken leidenden Sohn helfen soll.

Das für Tamino diese Therapie möglich ist, verdankt der kleine Kerl vielen Menschen aus dem Schwalm-Eder-Kreis. Denn sie haben Geld gesammelt und gespendet. „Es gab so viel Unterstützung und nette Kontakte, das hat uns sehr glücklich gemacht“, sagt Taminos Vater. Es gab seit Dezember große und kleine Spenden und sogar eine Party in der Autolackiererei Eichenberg in Fritzlar.

Riesige Unterstützung

„Eigentlich dauert es ein Jahr, bis man das Geld zusammen hat“, sagt Matthias Pötter. Das hatte der Verein Dolphin Aid der Familie gesagt. Der Verein berät Familien und kümmert sich um die Organisation der Delphin-Therapie. Er hat auch das Spendenkonto für Tamino eingerichtet. Dank der riesigen Unterstützung, habe man jetzt die 12.000 Euro zusammen. Geld für die Therapie, die von der Krankenkasse nicht gezahlt wird.

Leben soll leichter werden

Deshalb haben die Pötters zur Spendenaktion für ihren Sohn aufgerufen. Sie sind überzeugt, dass die Therapie sein Leben leichter machen wird. Tamino kann nicht alleine laufen, seine Hände ballen sich meist zur Faust, die Beine versteifen und liegen meist über Kreuz. Die Muskeln bekämen nicht die richtigen oder gar keine Signale aus dem Gehirn, so seine Mutter.

Therapie-Delfin auf Curacao

Schon jetzt mache Tamino kleine Fortschritte. „Er geht auf den Knien“, sagt sein Vater. Alleine aufstellen kann sich Tamino aber nicht, deshalb seien seine Knie oft wund. Manchmal, sagt sein Vater, schaffe er es mit Hilfe eine Rolltores ein paar Schritte zu laufen. „Dann freut er sich wie ein König. Das sind gute Fortschritte. Eigentlich wäre es gut, wenn wir jetzt reisen würden.“ Doch das sei nicht sinnvoll: Die Reise in die Karibik ist weit, das Klima tropisch und Delfine für Tamino bislang noch fremd. Deshalb trainiert Tamino jetzt noch mehr. „Krankengymnastik, Ergotherapie und Schwimmen wurden verstärkt, um ihn vorzubereiten“, sagt Matthias Pötter. Außerdem werde die Familie nach Hannover in ein Aquarium fahren, um Delfine zu sehen.

Weil die Hilfsbereitschaft weiterhin ungebrochen ist, mussten Taminos Eltern bereits Veranstaltungsangebote ablehnen. So etwa die weitere Unterstützung Fritzlarer Karnevalsvereine. Zwar hätte die Familie auf dem Konto von Dolphin Aid weiter sparen können, um Tamino eine zweite Therapie zu ermöglichen, doch das wollten die Pötters nicht.

„So enorm wie die Hilfe war, so groß war auch die Enttäuschung über die Reaktionen von Neidern“, sagt Matthias Pötter. „Manche warfen uns vor, dass wir Tamino auf seiner Reise begleiten.“ Doch finde die Therapie nur statt, wenn die ganze Familie mitmache. „Ich weiß nicht, ob wir das noch länger ausgehalten hätten“, sagt er und schweigt. Dann sagt er, dass die Hauptsache sei, dass es Tamino besser geht.

Von Maja Yüce

Quelle: HNA

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