Tango: Cuarteto Bando spielte voller Leidenschaft in der Hospitalskapelle

Meisterhaftes Ensemble: von links Steffen Heinze (Flügel), Jürgen Karthe (Bandoneon), Robert Brenner (Kontrabass), Juliane Rahloff (Violine) und Tangosänger Caio Ro. Foto: Heist

Treysa. Das Cuarteto Bando mit Tangosänger Caio Rodriguez wurde am Samstagabend stürmisch gefeiert. 100 Zuschauer in der völlig ausverkauften Hospitalskapelle applaudierten dem Tango-Ensemble unter der Leitung von Bandoneon-Meister Jürgen Karthe und dem Tanguero aus Buenos Aires übermütig.

Die Zuhörer des 14. Konzertes der Reihe „Neues in alten Räumen“ hatten auch erwartet, einen musikalischen Glanzpunkt zu erleben. Mit dem Cuarteto Bando war es den Veranstaltern um Stefan Reitz gelungen, eines der bedeutendsten deutschen Tango-Ensembles in die Schwalm zu holen.

Ob traditionelle argentinische Tangomusik der Milongas oder Tango Nuevo, die fünf Musiker haben den Tango Argentino verinnerlicht. Eins mit der Musik, entführten sie das Publikum in die Welt kraftvoll-dynamischer Rhythmen und melancholisch-sehnsuchtsvoller Melodien und bewiesen, dass das Konzertieren von Tanzmusik seinen Reiz hat. Schwungvolle Stücke wie „Sil Bando“ und „El Chupino“, die getragene „Milonga Del Trovador“, der argentinische Walzer „Flor De Lino“ und die neapolitanisch beeinflusste „Canzoneta“ hauchten der Kapelle Leben ein und entzückten das Publikum.

Authentisch und auf hohem Niveau präsentierten Cuarteto Bando und Rodriguez stimmige Arrangements von Werken bekannter Tangomusiker und -komponisten wie Carlos Gardel, Aníbal Troilo und Astor Piazzolla. Eigene Kompositionen von Heinze, Brenner und Rodriguez rundeten das zweistündige Konzertprogramm ab.

Für das Quartett aus Dresden, Berlin und Weimar war es der zweite Auftritt in Treysa. Bereits im März 2009 hatten Karthe (Bandoneon), Juliane Rahloff (Violine), Steffen Heinze (Flügel) und Robert Brenner (Kontrabass) im sakralen Ambiente der Hospitalskapelle für Furore gesorgt. Unterstützt wurden sie nun vom charismatischen Rodriguez mit seiner ausdrucksstarken Belcantostimme.

Von Kerstin Heist

Quelle: HNA

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