Iris Kramer zeigt Gemälde in der Kreissparkasse

Tango und Flamenco im Bild festgehalten

Olé: Tanzstudien in Aquarelltechnik stellt Iris Kramer – hier mit Laudator Prof. Dr. Gerhard Marcel Martin – in der Homberger Kreissparkasse aus. Foto: Ehl-von Unwerth

Homberg. Dezentes südländisches Flair bestimmt derzeit die Atmosphäre in der Kundenhalle der Homberger Kreissparkasse. Der Grund: eine Gemäldeausstellung der Künstlerin Iris Kramer zum Thema „Tanzen, Haltung, Ambiente“.

In Aquarelltechnik hielt sie vorwiegend Szenen und Studien der südamerikanischen und spanischen Tänze Tango und Flamenco fest.

Zum Repertoire der bildlich dargestellten Bewegungsmotive gehören Tanzgruppen und -paare sowie Individualtänzer, aber auch Studien tänzerischer Beinarbeit und charakteristische Bekleidung: Ein auf einer Staffelei abgelegter Tanzrock zieht den Blick des Betrachters dabei ebenso an wie diverse von ihren Trägern hinterlassene Tanzschuhe in unterschiedlichsten Szenerien und Darstellungsweisen.

Eine starke persönliche Neigung sowie zahlreiche individuelle Eindrücke zu den Tanzstilen Tango und Flamenco veranlassten Iris Kramer, das Thema künstlerisch aufzuarbeiten. Besonders bewundere sie Haltung und Konzentration, die den Tänzern dabei abverlangt würden, beteuerte die Kunstpädagogin. Neben eigenen tänzerischen Erfahrungen drücke sie in ihrer Kunst jene Sehnsüchte nach Bewegung und Haltung aus, die sie selbst nicht umsetzen könne.

Das Thema Haltung griff auch der Marburger Theologieprofessor Dr. Gerhard Marcel Martin in seiner Laudatio auf: Eine freie, dynamische, aufrechte Haltung spiele für Körper, Geist und Seele des Menschen wie auch in der Kunst und beim Tanz eine zentrale Rolle. Diesen Aspekt bringe Iris Kramer in ihren Studien zum Ausdruck.

Verfremdet und verdichtet

Dabei bilde sie Gesehenes, Erlebtes und Imaginäres nicht nur ab, sondern verändere und verfremde es durch Verdichtung und Weichzeichnung, analysierte Künstler Klaus Hochmuth („Der Blaue Klaus“) Kramers Werke.

Das bestätigte die gebürtige Hombergerin, die heute in Marburg lebt: „Ich bin in einer künstlerischen Entwicklungsphase angekommen, in der ich bewusst abstrahiere. Die bloße Abbildung reicht mir nicht mehr“.

• Die Ausstellung ist bis zum 22. März in der KSK-Kundenhalle zu sehen. Postkartenmotive von Iris Kramer zeigt zudem „Der verrückte Florist“, Ziegenhainer Str. 11a, Homberg.

Von Sigrid Ehl-von Unwerth

Quelle: HNA

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