KBG bietet die erste und noch dazu kostenlose Ladesäule für Elektroautos in Homberg

Tanken zum absoluten Nulltarif

Sie sorgen für Energie: Wolfgang Imberger (KBG, 2. von links) stellte gestern die erste Homberger Elektrotankstelle vor. Hinter ihm Norbert Rühl (Stadtwerke Wolfhagen), an der Ladesäule Eugen Rittmeyer (Städtische Werke Kassel), Gerhard Fischer (Stadtwerke Eschwege) und Reiner Braun vom KBG-Vorstand. Foto:  Szamborzki

Schwalm-Eder. Die Zeiten sind endgültig vorbei, in denen ein Elektroauto noch als Exot galt: In den nächsten zwei Jahren sollen sage und schreibe 100 neue elektrische Fahrzeugmodelle auf den Automarkt kommen.

Die Homberger Kraftstrombezugsgenossenschaft (KBG) hat im Verbund mit fünf anderen Energieversorgern die Voraussetzung dafür geschaffen, dass nordhessische E-Mobilisten künftig an vielen Stellen Strom tanken können. Auch in Homberg: Auf dem Betriebsgelände der KBG im Ostpreußenweg 7 steht nun eine Ladesäule, an der die umweltfreundlichen Fahrzeuge betankt werden können – und das sogar zum Nulltarif.

Das einzige, was der Autofahrer mitbringen muss, ist Geduld, denn ein Ladevorgang dauert mindestens eine gute Stunde. Dafür kann man sicher sein, dass der Strom reicht. „Die E-Mobilität ist nicht vergleichbar mit den Benzin-Autos“, sagt Eugen Rittmeyer von den Kasseler Städtischen Werken. „Man muss schon ein bisschen planen, um genügend Strom unter der Motorhaube zu haben.“ Doch das sei kein Problem, immerhin würden die E-Autos zu 80 Prozent nur für Strecken zwischen 30 und 40 Kilometer genutzt. Er fährt selbst eines der leisen Fahrzeuge, deren CO2-Bilanz sich sehen lassen kann. Die Anschaffung ist mit um die 30 000 Euro noch immer teuer, der Unterhalt aber beeindruckend günstig: Wer ein Carport mit einer 20 Quadratmeter großen Solaranlage darauf habe, könne so den kompletten Strom für sein Auto erzeugen, sagt Martin Rühl.

Die neuen Ladesäulen soll den E-Auto-Besitzern das gute Gefühl geben, auch fern von daheim eine Ladequelle zu haben. „Man will ja ungern irgendwo klingeln und fragen, ob man mal kurz sein Auto an die Steckdose hängen darf“, witzelte Imberger. In Homberg muss niemand mehr klingeln – sondern einfach im Ostpreußenweg laden. www.stromtankstellen.eu www.sun-stadtwerke.de

Von Claudia Brandau

Quelle: HNA

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