Den Gensunger Manfred Exner zieht es nach 38 Jahren in den Ruhestand

Tankstelle war sein Hobby

Geht in den Ruhestand: Manfred Exner betrieb 38 Jahre lang eine Tankstelle in Melsungen. Jetzt hört er auf und freut sich auf mehr Zeit mit seinen Enkelkindern. Foto: Schorn

Melsungen/Gensungen. Manfred Exner aus Gensungen hat in den vergangenen 38 Jahren viel erlebt. So lange hat er nämlich eine Tankstelle in Melsungen betrieben. Jetzt gibt er den Betrieb zum Jahresende auf, will seinen wohlverdienten Ruhestand genießen. Denn der topfite Gensunger ist mittlerweile 70 Jahre alt und hat zwei Enkelkinder.

Angefangen hat alles 1972. Damals wurde ein Pächter für die Melsunger Aral-Filiale gesucht. „Meine Frau meinte: Das machen wir“, erzählt Manfred Exner schmunzelnd.

Zuvor hatte er eine Ausbildung zum Kfz-Mechaniker beim Melsunger Autohaus Heerdt absolviert. „Damals sagte man noch Autoschlosser“, erinnert er sich. Exner arbeitete in verschiedenen Werkstätten und erhielt schließlich seinen Meisterbrief.

Seine Fähigkeiten als Mechaniker halfen ihm auch für seine Arbeit als Tankstellenpächter. „Bis vor zehn Jahren habe ich neben der Tankstelle noch Autos repariert“, erzählt Exner. Sogar einige Lehrlinge hat er ausgebildet. Dabei klappte der Weg vom Angestellten zum Selbstständigen bei ihm gut. „Es war zwar schon eine Umstellung, aber damals war vieles auch noch einfacher“, meint der 70-Jährige. Beispielsweise weniger Büroarbeit. Dafür wurden in den Anfangsjahren noch die Autos von Angestellten der Tankstelle betankt. „Mit Scheibenwaschen natürlich“, erinnert er sich. Erst einige Jahre später wurde in seiner Tankstelle Selbstbedienung eingeführt.

Zuvor gab es jedoch ein Erlebnis, an dass Manfred Exner gerne zurückdenkt. Die Ölkrise 1973. „An den autofreien Sonntagen konnten wir die Tankstelle das erste und das letzte Mal sonntags schließen“, erklärt er. Denn sonst war Manfred Exner fast jeden Sonntag in seiner Tankstellen-Filiale anzutreffen.

1994 hörte er nach 23 Jahren als Aral-Pächter auf und eröffnete eine DEA-Filiale an der Nürnberger Straße. Nach dem Verkauf der DEA-Gruppe an Shell firmierte auch seine Tankstelle um.

„Das war schon eine schöne, abwechslungsreiche aber auch arbeitsreiche Zeit, bei der wir viele Erfahrungen gesammelt haben“, blickt der Tankstellen-Betreiber zurück. „Jetzt will ich erstmal meinen Ruhestand genießen und mehr Zeit mit meinen Enkeln verbringen.“

Und wie steht es mit Hobbys? „Meine Tankstelle ist mein Hobby.“

Von Michael Schorn

Quelle: HNA

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