Tankstellen im Schwalm-Eder-Kreis warten auf neue Benzinsorte

Schwalm-Eder. Die Tankstellen im Schwalm-Eder-Kreis können den neuen Kraftstoff E10 noch nicht anbieten, obwohl er zu Beginn dieses Jahres eingeführt werden sollte. Warum das so ist, erklären die Lieferanten.

Es sei durch notwendige Umstellungen der Raffinerien, der Zwischenlager und schließlich der Tankstellen eine Verzögerungskette entstanden, erklärt Gabriele Radke, Pressesprecherin von Esso Deutschland. „Ich rechne aber damit, dass unser gesamtes Tankstellennetz im ersten Quartal umgerüstet sein wird“, betont die Pressesprecherin. Die Einführung zu Beginn des Jahres war  in der europäischen Richtlinie für Kraftstoffqualität vorgesehen. Karin Bachmann, Inhaberin der Freien Tankstelle in Melsungen, kann noch keinen konkreten Zeitpunkt für die Umstellung nennen. Nachfragen nach dem neuen Kraftstoff erhält die Betreiberin aber schon jetzt häufig: „Die Kunden sind oft verunsichert, ob das Auto E10 überhaupt verträgt“, sagt Bachmann.

Am Shell-Autohof in Homberg-Lützelwig liegt für solche Rückfragen eine Info-Broschüre bereit. Stationsleiter Achim Rode rechnet mit einer Umstellung im Februar. Seinen Kunden rät er, sich frühzeitig über die Verträglichkeit zu informieren.

Das empfiehlt auch Marko Becker, Serviceberater des Autohauses Weckesser in Schwalmstadt. Zwar gebe es noch nicht ausreichend Erfahrungswerte mit dem neuen Kraftstoff, dennoch gelte, Vorsicht walten zu lassen. Denn „beim Falschtanken können die Materialien angegriffen und beschädigt werden“. Der beste Ansprechpartner sei der Hersteller.

Obwohl Autos mit E10 vermutlich mehr Sprit verbrauchen, begrüßt Bachmann aus Umweltaspekten die Einführung der neuen Sorte. Im Vergleich zu herkömmlichen Benzinsorten verursachten Biokraftstoffe weniger Treibhausgase und verbrauchten weniger Erdöl, heißt es dazu auf der Internetseite des Umwelt-Bundesministeriums.

Mehr lesen Sie am Freitag in den HNA-Ausgaben im Schwalm-Eder-Kreis.

Quelle: HNA

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