Treysa feierte am Freitag auf dem Marktplatz bei bestem Wetter das traditionelle Johannisfest

Tanz, Musik und Stadtgeschwätz

Dr. Konrad Jakobsen

Treysa. An den Bau ihrer ersten Wasserleitung erinnern die Treysaer jährlich mit ihrem Johannisfest auf dem Marktplatz: 1683 soll Johannes Ruhland für das Bauwerk gesorgt haben, noch heute ist der Brunnen mit dem Johannismann Symbol für dieses Ereignis.

Diesmal machte das Wetter den Treesern keinen Strich durch die Rechnung. Bei herrlichem Sommerwetter füllte sich der Marktplatz zusehends, besonders groß war diesmal die Schar der Zuschauer. Punkt sieben Uhr läuteten die Glocken der Totenkirche das Fest ein. Durch den Abend lenkte wie gewohnt Dr. Konrad Jakobsen. Der Männerchor der Liedertafel eröffnete den Bühnenreigen. Unter der Leitung von Kajo Freischem stimmten die Herren beschwingt auf den Abend ein, Erster Stadtrat Detlef Schwierzeck grüßte die Gäste.

Ihre Version der „Verrückten Farm“ erzählten die Kinder der Eckhard-Vonholdt-Schule. Der Treeser Johannismann stieg in Person von Christian Jatzko vom Brunnen hinab und kommentierte das Stadtgeschehen. In einem amüsanten Rückblick beleuchtete er keck so manch kuriose Veranstaltung, etwa die Diskoparty zum Michaelismarkt. „Die Lautstärke war kaum zu ertragen, das Bass-Gedonnere ging mir auf den Magen. Dann doch lieber Koffergeschwafel - das Geld geht dann wenigstens an die Tafel.“ Auch gerate wohl jetzt jeder Besucher Treysas in Ekstase, beim Anblick der vielen Bronzefiguren, der „Märchenstraße“. In dieser Stadt werde viel Blödsinn geboren: „Und den haue ich euch vielleicht nächstes Jahr wieder um die Ohren“, mahnte Jatzko.

Nicht viele Worte, dafür umso mehr Tanzschritte machten die Akteure vom Tanzzentrum „Contrust and Lifestyle“: Unter der Leitung von Tanzpädagogin Timea Smajda entrollten die Jüngsten ihre Choreografie zu „Bibi Blocksberg“, die Größeren präsentierten Modern Jazz und Rock´n´Roll.

Die kurze Umbaupause kommentierte Jakobsen charmant Worten: „Das Mikrofon muss erst noch geschappelt werden - so ist das in der Schwalm.“ Auch Trachten gab es zu sehen, allerdings nicht jene aus der Schwalm, die Kinder aus Tschernobyl, konkret Rudnja, die aktuell wieder bei Gasteltern Ferien machen, präsentierten sich in ihrer traditionellen russischer Kleidung und mit Gesang. Den Bogen nach Noten spannte zum Schlussakkord wieder der Männerchor. Zum Dämmerschoppen war Sänger Romeo G. Zu Gast, der mit deutschen und englischen Coverversionen, aber auch selbst komponierten Liedern unterhielt.

Von Sandra Rose

Quelle: HNA

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