Kirchengemeinden schreiben Eltern an

Taufen sollen wieder populär werden

Spangenberg. In den Kirchengemeinden der Kirchspiele Spangenberg und Landefeld – Spangenberg, Elbersdorf, Schnellrode, Landefeld, Herlefeld – sind 75 Kinder im Alter bis zu zehn Jahren als „nicht getauft“ gemeldet. Das wissen die Pfarrer, weil sie eine Meldung erhalten, wenn mindestens ein Elternteil als evangelisch geführt ist. Diese Eltern werden in der Osterzeit angeschrieben, um sie zur Taufe ihrer Kinder einzuladen, erklärte Spangenbergs Pfarrer Dr. Volker Mantey.

Viele Eltern möchten ihre Kinder selbst entscheiden lassen, ob und wann sie getauft werden wollen. Die Zahl der Taufen unmittelbar vor der Konfirmation ist in den vergangenen Jahren gestiegen. Mantey: „Manche Familien lassen ihre Kinder nicht taufen, weil sie aufgrund ihrer Familienverhältnisse oder ihrer finanziellen Situation eine private Feier nach der Taufe scheuen. Während religiöse Fragen in der Arbeit der Kindertagesstätte an Bedeutung gewinnen, steigt gleichzeitig die Zurückhaltung vor der traditionellen Taufhandlung.“

Natürlich bestehe grundsätzlich die Möglichkeit, an jedem Sonntag zu taufen. Allerdings werden die angeschriebenen Familien besonders zu den Tauferinnerungsgottesdiensten eingeladen, die in diesem Jahr durch Jugenddiakon Andreas Brunßen, die Evangelische Kindertagesstätte Am Schlossberg und die Pfarrer Michael Schümers und Volker Mantey vorbereitet werden. In diesen Gottesdiensten, in denen den getauften Kindern im Alter von fünf oder sechs Jahren die eigene Taufe im Säuglingsalter anschaulich gemacht wird, können die Kinder getauft werden. Im Anschluss daran werden alle Familien, die das möchten, zu einer kleinen Feier rund um die Kirche eingeladen. (bmn) Tauferinnungsgottesdienste: • Landefeld (mit Herlefeld): 14. August, 10.30 Uhr • Elbersdorf: 21. August, 9.30 Uhr • Spangenberg (mit Schnellrode): 25.September, 10.30 Uhr

Quelle: HNA

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