Kreissynode zur Arbeit mit Kindern

Vom Taufstein zur Schultüte

Balhorn. Stark engagiert sind die Kirchengemeinden des Wolfhager Landes in der Arbeit für und mit Kindern. Das wurde deutlich in den Berichten während der Kreissynode, die in Balhorn tagte. Zentrales Thema war die Initiative der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck „Mit Kindern neu anfangen“.

Diese Initiative umfasst den Weg - und die Begleitung von Kindern und ihren Eltern - vom Taufstein bis zur Schultüte, erläuterte Rudolf Möse, Vorsitzender der Kreissynode. Wie allerdings die einzelnen Kirchengemeinden mit dem Projekt umgehen, liege in deren Entscheidung, die Synodalen seien hier nur die Multiplikatoren. Und: „Bei der Arbeit mit Kindern passiert im Kirchenkreis Wolfhagen schon sehr viel“, so Möse.

Das zeige auch die hohe Zahl von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die sich speziell um diesen Aufgabenbereich kümmern, unterstrich Dekan Dr. Gernot Gerlach. 335 Frauen und Männer sind in den Gemeinden für 1465 Kinder und Jugendliche (Stand Ende Januar 2010) aktiv.

Die Bandbreite der schon jetzt unterbreiteten Angebote sei groß, reiche von Andachten für Kindergartenkinder, Spielkreise und Krabbelgruppen über Bibeltage und Teenie-Kirche bis hin zu Projektarbeit zu verschiedenen Themen. Wichtig, neben der Aus- und Fortbildung der Mitarbeiter und deren Austausch untereinander, sei auch, die Eltern in der religiösen Sozialisation ihrer Kinder zu unterstützen.

Auch die Taufe bildete in diesem Zusammenhang ein Thema der Kreissynode. Hier gebe es mittlerweile alle Formen und Zeitpunkte - vom früheren Automatismus der Taufe im Säuglingsalter entferne man sich leicht in Richtung, die Kinder selbst den Sinn der Taufe entdecken zu lassen.

So wie allgemein die Zahl der Geburten zurückgangen ist, verhält es sich auch mit der Zahl der Taufen, die sich im Kirchenkreis Wolfhagen seit 1993 (414 Taufen) bis 2009 (208 Taufen) fast halbiert hat. (bic)

Quelle: HNA

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