Melsungen: Technik-Schüler haben gute Chancen

Wollen vom Fachkräftemangel profitieren: vorn von links Alexander Prinz, Pia von Zech, Julia Wenski und Lehrer Thorsten Lotz, dahinter von links Schulleiter Hans Bernd Richter, Maximilian Friederichs, Tim Schröder und Marius Schmidt. Foto:  Lammel

Melsungen. Während als Folge des demographischen Wandels immer weniger Jugendliche im Schwalm-Eder-Kreis leben, freut sich die Radko-Stöckel-Schule (RSS) in Melsungen über ein Langzeit-hoch bei den Schülerzahlen.

15 Fachoberschulklassen bereiten sich zur Zeit auf ihre Zukunft vor - und dieser blicken die Schüler optimistisch entgegen.

„Warum denn auch nicht“, fragt Alexander Prinz stellvertretend für die Schüler seines Jahrgangs. Der Fachoberschüler hat sich gegen eine Ausbildung und für ein Informatik-Studium entschieden. „Damit rechne ich mir langfristig bessere Aussichten aus.“

Ähnlich sieht es Maximilian Friederichs. „Ich habe schon eine Ausbildung hinter mir, will aber darüber hinaus etwas aus mir machen.“ Hat er das Fachabitur in der Tasche, will er Mechatronik studieren.

Marius Schmidt sieht seiner Zukunft ebenfalls optimistisch entgegen. Er wird allerdings nicht studieren - vorerst. „Ich möchte eine Ausbildung zum Fachinformatiker absolvieren“, sagt Schmidt. „Dabei bietet sich oft die Möglichkeit, nach der Ausbildung mit Unterstützung des Arbeitgebers zu studieren. Das sind Komfortabele Aussichten“, meint Schmidt.

Selbstverständlich ist das nicht, meint Hans Bernd Richter, Direktor der RSS. Zwar hätten es die Betriebe inzwischen nicht mehr so leicht, Auszubildende zu rekrutieren. „2020 werden wir einem Rückgang der Jugendlichen zwischen 16 und 20 von über einem Viertel gegenüber 2008 gegenüberstehen“, sagt Richter unter Berufung auf Daten des Statistischen Landesamtes. Entsprechend weniger Nachwuchskräfte stünden den Betrieben dann zur Verfügung. Der Fachkräftemangel werde den Berufseinstieg allerdings nicht erleichtern.

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Von Sebastian Lammel

Quelle: HNA

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