Projekt der Deutschen Herzstiftung in der Großsporthalle der Erich-Kästner-Schule in Homberg

Seilspringen gegen Bewegungsmangel

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Mit viel Schwung: Schüler der Klassen 3 und 4 aus Falkenberg zeigen ihren Mitschülern und Eltern, was sie gelernt haben.

Falkenberg. „Das Springen im Doppel-Seil macht Spaß, da muss man schneller springen“, stellte die neunjährige Lina Bewernick fest. Sie hat zusammen mit ihren Klassenkameraden der Grundschule Falkenberg an einem Seilspring-Projekt der Deutschen Herzstiftung in der Großsporthalle der Erich-Kästner-Schule in Homberg teilgenommen.

Ziel des Projekts ist es, die Kinder zu mehr Bewegung zu motivieren. Weltweit sei jedes fünfte Schulkind übergewichtig, heißt es in einer Pressemeldung der Deutschen Herzstiftung. Laufen, springen und Ball spielen, was eigentlich dem natürlichen Bewegungsdrang von Kindern entspräche, gehöre nicht mehr selbstverständlich zum Tagesablauf. Viele Kinder spielten am Computer oder schauten stundenlang Fernsehen.

Seil ist tolles Sportgerät

Sportlehrer Helmut Vaupel hatte die Grundschule für das Projekt angemeldet. „Die Schüler in Falkenberg springen sehr gerne Seil auf dem Pausenhof“, sagte er. Auch im Sportunterricht sei das Seilspringen beliebt. „Das Seil ist ein tolles Sportgerät für die Förderung von Koordination, Schnelligkeit und Kraft“, erklärte er.

Workshopleiterin Katharina Schwarz zeigte den Schulkindern der Klassen 3 und 4 die Möglichkeiten des Seilspringens: alleine und im Team, mit einem und mit zwei Seilen, mit geraden und gekreuzten Armen oder mit dem Reim „Teddybär, dreh dich um!“

Das Seilspringen sei eine gute Möglichkeit, Kindern die Freude an Bewegung zu vermitteln, sagte sie. „Mit den verschiedenen Sprungvarianten kann man die Kinder gut animieren“, sagte sie. Erfolgserlebnisse stellten sich außerdem schnell ein.

Die Kinder hatten sichtlich Freude am zweistündigen Bewegungsprogramm. „Ich fand’s ein bisschen cool, dass bei den Seilen jeder seine eigene Größe hatte“, sagte David Roger, neun Jahre alt. Die Kunststoffspringseile ließen sich auch leicht und schnell drehen.

Am Ende des Workshops waren die restlichen Schüler der Falkenberger Grundschule aus den ersten beiden Klassen, sowie die Eltern eingeladen, sich das Erlernte anzuschauen und selbst auszuprobieren.

Das weckte bei vielen Müttern Erinnerungen an ihre Schulzeit, in der sie während der Pausen Seil gesprungen waren. Rikke Grüger und Sabine Suhm probierten gleich erfolgreich das Springen zu zweit mit einem Seil. „Ich finde es toll, dass so viele Eltern gekommen sind“, sagte sich Schulleiterin Elke Braun.

Quelle: HNA

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