Mutmaßungen um den Erhalt

Tegut dementiert Aufgabe des Standortes in Treysa

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Tegut in Treysa: Stadtpolitiker fragen sich, ob das Unternehmen am Standort bleibt.

Schwalmstadt. Eine Bebauungsplan-Änderung für das Areal des Tegut-Marktes in Treysa hat in der jüngsten Stadtverordnetensitzungen zu Spekulationen um die Zukunft von Tegut an dieser Stelle geführt. Anlass war ein Tagesordnungspunkt zur Schwalmstädter Bauleitplanung für das Grundstück an der Friedrich-Ebert-Straße in Treysa.

Zwei Sprecher der Fraktion Grüne/Bündnis 90 warfen die Frage nach einer geplanten Aufgabe des Marktes und mehr Hintergrundinformationen auf. Durch die Änderung des Bebauungsplans soll dort Einzelhandel mit „nicht zentrenrelevanten Sortimenten“, zum Beispiel Möbeln, gestattet sein.

Johannes Biskamp (Grüne) äußerte die Vermutung, dass „hier etwas im Gange ist, das wir nicht genau wissen“. Er forderte Informationen, warum der Aufstellungsbeschluss zum gegenwärtigen Zeitpunkt, kurz vor der Vorstellung des neuen Einzelhandelsgutachtens im September, gefasst werden sollte. Dahinter sei ein konkretes Interesse zu vermuten. Biskamp wollte weiter wissen, ob Tegut Treysa verlassen will. Grünen-Fraktionschefin Margitta Braun erklärte dazu: „Wir können auf Lebensmittel in dem Bereich nicht verzichten.“

Bürgermeister Dr. Näser erinnerte daran, dass das Fuldaer Unternehmen seinen möglichen Rückzug bereits vor zwei Jahren selbst thematisiert habe, es sei sowohl mit dem Standort wie auch mit dem baulichen Zustand der Immobilie unzufrieden, so Gerald Näser. Der Aufstellungsbeschluss sei aber einer von mehreren und nicht ungewöhnlich, er stehe auch noch zur weiteren Beratung an.

Laut Philipp Zmyj-Köbel (CDU) habe Tegut ausgeführt, am Standort kein Interesse mehr zu haben, Zmyj-Köbel stellte die Frage, ob die Blockade einer anderweitigen Nutzung sinnvoll erscheint. Es sei besser, nicht erst zu reagieren, wenn es zu spät ist.

Mit 24 Ja-Stimmen bei vier Enthaltungen und zwei Nein-Stimmen wurde der Aufstellungsbeschluss angenommen.

Unternehmen widerspricht 

Die schriftliche Anfrage unserer Zeitung hat die Leiterin der Tegut- Unternehmenskommunikation (Fulda), Stella Kircher, mit einem einzigen Satz beantwortet: „Tegut hat nicht vor, sich von dem Standort Schwalmstadt-Treysa zurückzuziehen.“ Weitere Informationen enthielt ihre E-Mail nicht.

Von Anne Quehl

Quelle: HNA

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