Abangeln des Bürger-Angel-Sportvereins im Stadtwald - Ursache für Wassermangel untersuchen

In Teichen fehlt Wasser

Abangeln: Gewässerwart Karl-Heinz Hold (rechts), hier mit Markus Ruth, holten wieder in den Teich geworfene Äste, Stämme und Müll aus dem Wasser. Fotos:  zih

Wolfhagen. Warten auf den großen Fang. Der aus 50 Mitgliedern bestehende Wolfhager Bürger-Angel-Sportverein traf sich am Wochenende zum Angeln an den Stadtwaldteichen Rattenfalle. Zum Abangeln, dem letzten Fischen in dieser Saison. Aber es ging um mehr, denn die Gewässeranlage muss winterfest gemacht werden.

Für den Vereinsvorsitzenden Horst Ruth sind die Rattenfalle-Teiche wie ebenfalls der Dusebach weiterhin die Sorgengewässer des Vereins. Denn sowohl die einige Kilometer entfernte Stadtwaldquelle Alfringhäuser Born, die ebenfalls den Stöcketeich speiste, als früherer Wasserlieferant für die Rattenfalle wie ebenfalls die Quelle Grüner Grund für die Duse weisen seit Jahren schon keine Wasserschüttung mehr auf.

Der Ursache dafür will man mit den Verantwortlichen der Stadt in den nächsten Tagen bei einer Ortsbesichtigung auf den Grund gehen.

Neben der Rattenfalle, überwiegend besetzt mit Regenbogenforellen, Karpfen und Schleien, betreut der Bürger-Angel-Sport-Verein ehrenamtlich noch den Bruchwiesenteich sowie rund um Wolfhagen die Fließgewässer Duse, Graner Bergbach und Fredegasse - zudem die Erpe in Ehringen. Gesamtlänge etwa acht Kilometer. Für den Besatz von Jungfischen hat der Verein 2010 über 3000 Euro investiert. Wie hoch, abgesehen vom Natur- und Umweltschaden, der finanzielle Vereinschaden des Fischsterbens im Bruchwiesenteich im Sommer war, konnte Ruth nicht beziffern. Dort verendeten etwa drei Zentner hochwertige Fische.

Neben den Wasserproblemen bereiten den Anglern im Ehringer Erpebereich natürliche Feinde Sorgen. Denn dort dezimieren nicht nur Graureiher und drei Schwarzstörche erheblich den Fischbestand, sondern auch Kormorane.

Des Weiteren kritisieren die Wolfhager Hobbyfischer das Aufheben der bisher gesetzlich bestehenden landwirtschaftlichen Nichtbeackerung der Uferrandstreifen. Horst Ruth: „Das sinnvolle Hobby Angeln ist bei uns eigentlich nur eine angenehme Randerscheinung.

Erheblich viel mehr Zeit investieren wir für den Natur-, Umwelt- und Gewässerschutz. Unsere aktiven Mitglieder haben dafür in diesem Jahr an freiwilligen und ehrenamtlichen Arbeitsleistungen über 700 Stunden aufgebracht.“

Das spiegelt sich auch in der Tatsache wider, dass die vom Verein betreuten Fließgewässer die Wasserqualität zwei bis drei aufweisen. (zih)

Quelle: HNA

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