Sebastian Lammel über die Greifvogelattacken

Ein Teil der Natur

Die in ganz Deutschland verbreiteten Mäusebussarde sind eigentlich friedliche Tiere. Zu Angriffen auf Menschen kommt es nur, wenn die Vögel ihren Nachwuchs bedroht sehen. Das ist ein tierischer Instinkt und damit ein Teil der Natur.

Dass die Greifvögel gelegentlich einen Jogger für einen Feind ihrer Jungen halten und deshalb mit ihren spitzen Schnäbeln zum Angriff übergehen, ist nun kein wirklich neues Phänomen. Dennoch nehmen einzelne Unbelehrbare die Warnungen nicht ernst und sind nicht bereit, ihre gewohnte Laufstrecke während der Brutzeit zu ändern.

Wer stattdessen vorschlägt, zum Schutz der Läufer die Bussard-Horste zu zerstören, der verwickelt sich zudem in einen Widerspruch: Wer eine unberührte Natur genießen will, kann nicht zugleich fordern, dass ein Teil dieser Natur den Ansprüchen des Menschen weichen muss.

Nur um einige wenige Läufer in diesen Waldgebieten zu schützen, darf keinesfalls eine Tierart dezimiert werden, deren Bestand ohnehin schon gefährdet ist. sal@hna

Quelle: HNA

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