Gerhold: Viele dachten wohl an einen Selbstläufer

Teilweise ging nur jeder Dritte wählen

Mario Gerhold

Körle. Unangefochten ging Körles Bürgermeister Mario Gerhold bei der Direktwahl am Sonntag durchs Ziel (wir berichteten). Einen Gegenkandidaten gab es nicht. 81,4 Prozent der Wähler stimmten für eine weitere Amtszeit des 41-Jährigen. Allerdings lag die Wahlbeteiligung bei nur 49,1 Prozent. Von den 2395 Wahlberechtigten gaben lediglich 1175 ihre Stimme ab.

Auffallend gering war das Interesse vor allem im Wahlbezirk Körle Süd/Lobenhausen. Nur gut jeder Dritte ging dort wählen. Von den 1035 Wahlberechtigten beteiligten sich 382 an der Abstimmung, was einem prozentualen Wert von 36,9 Prozent entspricht.

Erklärungsversuch von Bürgermeister Gerhold: Der Bereich umfasse auch die Neubaugebiete Auf dem Hollunder und Mühlenfeld. Dort lebten viele Menschen, die noch keine so starke Bindung an die Gemeinde hätten.

Viele Körler hätten die Wahl aber wohl auch für einen Selbstläufer gehalten. In Gesprächen hätten viele gesagt: „Das läuft ja sowieso, warum sollen wir zur Wahl gehen.“ Gerade aus diesem Grund sei er mit dem Wahlergebnis durchaus zufrieden, meinte der 41-Jährige gegenüber der HNA.

Akzeptabel sei auch das Resultat im Ortsteil Wagenfurth, obwohl der Bürgermeister dort lediglich 68,2 Prozent der Stimmen erhielt. Dort lag die Wahlbeteiligung bei 39,3 Prozent. Der Ortsteil sei traditionell eine Hochburg der CDU. Bei der Kommunalwahl im März hätten die Christdemokraten in Wagenfurth 58,3 Prozent der Stimmen gewonnen. Allerdings stellt Wagenfurth auch den kleinsten der fünf Körler Wahlbezirke. 112 Einwohner waren dort am Sonntag zur Wahl aufgerufen, 44 gaben ihre Stimme ab.

Besonders klar ging die Briefwahl für Mario Gerhold aus. 89,3 Prozent der Wähler stimmten für den 41-Jährigen. 198 Körler machten von der Möglichkeit der Briefwahl Gebrauch. (hro)

Quelle: HNA

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