Telefonieren nicht möglich

Vier Homberger Stadtteile haben seit Wochen kein Handynetz

Homberg. In vier Homberger Stadtteilen bleiben seit knapp drei Wochen die Mobiltelefone stumm. Betroffen sind die Stadtteile Allmuthshausen, Rückersfeld, Rodemann und Steindorf.

Seit dem 18. März können dort im E-Netz (E-Plus und O2) keine Telefonate geführt werden. Grund dafür ist ein defekter Funkmast in Allmuthshausen.

Allmuthshausens Ortsvorsteher Gerhard Barton bekommt die Klagen von seinen Nachbarn täglich zu hören: „Viele, die gar kein Festnetztelefon mehr haben, sind seit Wochen von der Außenwelt abgeschnitten“, sagt er. Sie hätten direkt nach Auftreten der Störung eine Meldung beim Mobilfunkbetreiber abgegeben. „Es heißt ein Techniker sei an der Arbeit, doch es tut sich nichts“, betont Barton.

Feuerwehr unabhängig 

Für Berufstätige ist der Ausfall des Mobiltelefons besonders ärgerlich: Henrike Tiefers berichtet, dass Menschen mit Bereitschaftsdienst ihren Beruf derzeit nicht richtig ausüben können. „Auch Kindergärten können die Eltern bei eiligen Fällen nur schwer erreichen“, sagt sie.

Doch eine Sorge nimmt der stellvertretende Kreisbrandinspektor Robert Pfalzgraf den Menschen in den Dörfern: Die Alarmierung der Feuerwehr sei von dem Netzausfall im Mobilfunknetz nicht betroffen. Die Brandschützer werden nicht über Handy über mögliche Einsätze informiert. „Grund dafür ist auch, dass diese Netze zu störungsanfällig sind“, erklärt Pfalzgraf. Die Feuerwehr nutzt mit dem so genannten BOS-Funk ein seperates Netz und sei unabhängig von den Mobilfunkanbietern. „Selbst wenn in Deutschland alle Mobilfunkmasten nicht mehr funktionieren würden, könnten wir noch unsere Einsatzkräfte alarmieren“, sagt Pfalzgraf. Das werde sich auch nach der Umstellung vom Analog- auf den Digitalfunk nicht ändern. Unter anderem hatte Ortsvorsteher Gerhard Barton Sorge davor, dass die Einsatzkräfte nicht arlamiert werden könnten.

Allein gelassen 

Die Kunden von E-Plus und 02 in den vier Homberger Stadtteilen fühlen sich im Stich gelassen. Denn trotz der Ausfälle muss für die Leistung voll gezahlt werden. „Wenn die Anlage wieder funktioniert, dann hat man uns eine Gutschrift in Aussicht gestellt“, sagt Gerhard Barton und fordert: „Wir brauchen kein Geld, sondern ein funktionierendes Netz.

Das sagt Jörg Borm von E-Plus 

"Die ungewöhnlich lange Ausfallzeit der Mobilfunkversorgung ist auf eine seltene, aber komplexe technische Störung an einer Richtfunkübertragungsstrecke zurückzuführen.

Bereits seit Bekanntwerden dieser Beeinträchtigung sind unsere Techniker involviert, da alle Mobilfunkstandorte fernüberwacht werden. Für die Reparatur ist der Austausch einer technischen Baugruppe erforderlich, dessen Auslieferung verzögert sich jedoch leider bei einem unserer Lieferanten.

Für die Unannehmlichkeiten, die unseren Kunden dadurch entstehen, bitten wir um Entschuldigung."

Quelle: HNA

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