Feuerwehr Itzenhain/Appenhain feiert Mitte Juni ihr 50-jähriges Bestehen

Mit Tempo zum Einsatz

Foto aus dem Gründungsjahr: Im Jahr 1964 schlossen sich 29 Menschen der neu ins Leben gerufenen Feuerwehr Itzenhain an, zwei Jahre später auch drei Appenhainer. Fotos:  Privat/nh

Itzenhain/Appenhain. Vor genau 50 Jahren, im Jahr 1964, gründete sich die Feuerwehr Itzenhain/Appenhain. Vom 13. bis 15. Juni blicken Verein und Einsatzabteilung auf ihr 50-jähriges Bestehen zurück.

Mit damals 29 Mitgliedern nahm die Wehr ihre Arbeit auf. 1966 schloss sich Appenhain dem Verein mit drei Mitgliedern an. Die Ausstattung war in den Anfangsjahren noch übersichtlich: Die Wehr behalf sich zunächst mit einem Tragkraftspritzenanhänger, der damals noch von einem Traktor gezogen wurde.

Abgelöst wurde der Anhänger von einem Tragkraftspritzenfahrzeug, das wiederum durch ein Löschgruppenfahrzeug ersetzt wurde. 2001 wurde das Löschgruppenfahrzeug LF 8 nach 30 Jahren ausgemustert. Die Abteilung rüstete mit einem Tragkraftspritzenfahrzeug mit Wassertank auf.

Die Feuerwehren wurden mit Funk ausgestattet, die Schutzkleidung modernisiert. Der Atemschutz hat heute eine zentrale Bedeutung im Feuerwehrwesen. Auch die Aufgaben haben sich gewandelt: War die Feuerwehr früher lediglich für den Brandschutz zuständig, hat sie heute zahlreiche Aufgaben – von der technischen Hilfeleistung bei Verkehrsunfällen über die Brandbekämpfung hin zu Tierrettungen.

„Wir sind stolz, was die Feuerwehr in den vergangenen 50 Jahren geleistet hat“, sagt der Wehrführer. Unter anderem schafften die Mitglieder 1977 eine Fahne mit dem Wappensymbol der Kirche an, in den 1980er-Jahren entwickelte sich eine Damenfeuerwehr, 1983 die Jugendfeuerwehr. 13 Mal waren die jungen Leute Kreismeister, fünf Mal qualifizierten sie sich für den Landesentscheid. Die Feuerwehr war auch gern Gastgeber, unter anderem 1995 für das Kreisfeuerwehrverbandsfest.

Anfang 2000 erlebten die Abteilungen ihre Hochzeit: 18 Aktive engagierten sich jeweils in der Einsatz- und der Jugendabteilung. Aktuell arbeiten die Jugendlichen mit der Jugendfeuerwehr Gilserberg zusammen. 2001 modernisierten die Itzenhainer und die Appenhainer das Feuerwehrhaus aus dem Jahr 1972 komplett in Eigenleistung. Zusätzlich entstand ein Vereinsheim. 2007 wurde der Raum bei einem Brand verwüstet:

Dabei hatten die Brandbekämpfer Glück im Unglück, denn löschen mussten sie nicht selbst. „Wir hatten im Gebäude eine CO2-Flasche. Der Brand hat sich durch das Kohlenstoffdioxid quasi selbst gelöscht“, erzählt Neuwirth.

2011 organisierte die Feuerwehr eine große Katastrophenschutzübung mit mehr als 80 Helfern und 300 Einsatzkräften. „Für die Zukunft gilt es, den Digitalfunk erfolgreich in der Wehr zu installieren sowie trotz des demografischen Wandels die Mitgliederzahlen stabil zu halten und die Einsatzbereitschaft sicherzustellen“, sagt Oliver Neuwirth.

Von Sandra Rose

Quelle: HNA

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