Schwalmstädter Fraktion Bündnis90/Grüne will veränderte Verkehrsregelung für Wasserfestung

Tempo 30, um über die Straße zu kommen

Ziegenhain. „Wir haben großes Verständnis für den Wunsch der Bewohner der historischen Wasserfestung in Ziegenhain nach einer spürbaren Verkehrsberuhigung“: Das schreibt Margitta Braun, Fraktionsvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen, zur Forderung nach einer Tempo 30-zone in diesem Stadtgebiet (wir berichteten).

Mit dem Antrag ihrer Fraktion auf Einrichtung einer Tempo 30-Zone im Bereich der Wasserfestung für die Stadtverordnetenversammlung im November 2012 „haben wir das Thema in die politische Diskussion gebracht“, meint Braun in einer Pressemitteilung.

In der Beratung in dem zuständigen Ausschuss habe Übereinstimmung bestanden, dass Handlungsbedarf bestehe, erklärt auch Dr. Jochen Riege für die Fraktion.

Die nun veröffentlichten Stellungnahmen von Bürgermeister Dr. Näser und Ortsvorsteher Karsten Schenk, die einem Kniefall vor dem Kraftfahrzeugverkehr gleichkämen, seien nicht nachvollziehbar. Sie machten vielmehr deutlich, dass das Bewusstsein über die Bedeutung der historischen Wasserfestung Ziegenhain und die damit verbundene Verantwortung noch nicht in der Verwaltungsspitze angekommen seien.

Die historische Wasserfestung Ziegenhain sei ein bedeutendes Gesamtdenkmal im Sinne des Denkmalschutzes. Innerhalb dieser Wasserfestung querten sowohl viele Anwohner als auch viele Touristen die Landgraf-Philipp-Straße. Wer allerdings die Straße vom großen zum kleinen Wallgraben überqueren wolle, um die Festung als Ganzes zu erleben, müsse vor den Autos und Lastwagen schnell über die Straße springen können. Fußgängerüberwege in der Festung gebe es nicht.

Besser aber als ein Fußgängerüberweg sei eine Tempo 30-Regelung, die eine Straßenüberquerung überall ermögliche, auch Radfahrer schütze und zur Verkehrsberuhigung beitrage, meint Braun. (jkö)

Quelle: HNA

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