185 Temposünder tappten in die Blitzerfallen

Schwalm-Eder. Der bundesweite 24-Stunden-Blitz-Marathon ist gestern um 6 Uhr zu Ende gegangen. 185 Autofahrer waren im Schwalm-Eder-Kreis mit überhöhter Geschwindigkeit unterwegs. Das ist aus Sicht der Polizei eine positive Bilanz.

Spitzenreiter unter den Temposündern war ein Autofahrer, der auf der B 254 bei Schrecksbach in der Nacht mit 126 Stundenkilometern in der 70er-Zone erwischt wurde. Die Folgen: ein Fahrverbot, vier Punkte in der Flensburger Verkehrssünderkartei und mehrere hundert Euro Bußgeld.

Im Schwalm-Eder-Kreis waren für den Blitz-Aktionstag „(B)Rennpunkt Geschwindigkeit“ 18 Polizeibeamte und zwei kommunale Mitarbeiter an zwölf Blitzerstellen im Einsatz. „Alles in allem wurden eher kleine Verstöße geblitzt und gelasert“, berichtete Polizeioberkommissar Markus Brettschneider aus Homberg. „Die Leute waren sich der Kontrollen bewusst. Sie sind verantwortungsvoll und vorsichtig gefahren.“ Nur in wenigen Fällen seien Punkte verteilt oder gar Fahrverbote verhängt worden.

In Nordhessen hatten bei der Tempomess-Aktion 800 Fahrer den Fuß zu fest auf dem Gaspedal. Innerhalb von 24 Stunden wurde dort bei 21 400 Autos an 64 Kontrollstellen die Geschwindigkeit gemessen. Allein im Schwalm-Eder-Kreis waren es 1877. „Der Anteil der Temposünder lag mit etwas weniger als zehn Prozent deutlich unter der sonst üblichen 15-Prozent-Marke im Landkreis“, freute sich Brettschneider. Aus polizeilicher Sicht war die Aktion ein großer Erfolg in Sachen Verkehrssicherheit.

„Wir hoffen, dass sich die Leute auch in Zukunft an die Geschwindigkeitsbegrenzungen halten. Denn Rasen birgt immer ein hohes Verkehrsrisiko.“ Letztlich sei man vielleicht zwei Minuten eher am Ziel. „Ob es das jedoch wert ist, sich selbst und andere durch eine riskante Fahrweise in Gefahr zu bringen, das bezweifle ich“, urteilt der Oberkommissar.

Von Jasmin Paul 

Die Aktion "(B)Rennpunkt Geschwindigkeit"

In Hessen wurden wegen Temposündern im vergangenen Jahr 5062 Menschen verletzt, weitere 90 starben. Daher hat sich das Land mit der Aktion „(B)Rennpunkt Geschwindigkeit“ am zweiten bundesweiten 24-Sunden-Blitz-Marathon beteiligt. Mehr als 700 Polizisten und kommunale Mitarbeiter blitzten und laserten hessenweit an 230 Messstellen.

Ziel der Aktion ist es, Autofahrer für die Gefahren zu schnellen Fahrens zu sensibilisieren und die Toleranzschwelle für Tempoüberschreitung im Straßenverkehr nachhaltig zu senken. Denn: Je höher die gefahrene Geschwindigkeit, desto eher passieren Unfälle. (jap)

Weitere Infos: www.polizei.hessen.de, unter dem Stichwort „Prävention“.

Quelle: HNA

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