Bergstraße und Zum Köpfchen sollen Gehweg und Parkstreifen bekommen

Teuer kommt günstiger

Bad Zwesten. Strich oder Pflaster? Eine schwierige Entscheidung für die Bad Zwestener Gemeindevertreter. Beraten wurde über die Einrichtung eines Parkstreifens in der Gemeindestraße zum Knüll und über den Bau eines Gehwegs in der Bergstraße. In beiden Straßen werden derzeit die Wasser- und Abwasserleitungen erneuert.

Beide Punkte waren bereits im Haupt- und Finanzausschuss besprochen worden. Für mehr Parkmöglichkeiten in der Straße Zum Knüll hatte man vier Varianten diskutiert: zwei Gehwege, ein Parkstreifen auf der Seite des vorhandenen Gehwegs, ein wechselseitiger Parkstreifen und ein Parkstreifen gegenüber des Gehwegs. Klar einigen konnte man sich auf keine der Varianten. Stein des Anstoßes waren unter anderem Mehrkosten von 4500 Euro, die durch die Anlegung eines Parkstreifens im Zuge der Erneuerung der Wasser- und Abwasserleitungen entstehen sollten.

Köhler: Keine Mehrkosten

Wie Bürgermeister Köhler jedoch nach Rücksprache mit dem zuständigen Ingenieurbüro mitteilte, würde ein Parkstreifen gar keine Mehrkosten verursachen. Daher einigte man sich auf die vierte Variante, für die sich bereits die Anwohner der Straße am Knüll ausgesprochen hatten.

In der Bergstraße will man mit dem Abschluss der Bauarbeiten für mehr Verkehrssicherheit sorgen. Anwohner hatten sich mehrmals beschwert, dass Autofahrer dort mit viel zu hoher Geschwindigkeit unterwegs seien. Die breite, schnurgerade Straße lade geradezu zum Rasen ein, sagte Bürgermeister Köhler. Ein Gehweg soll mehr Ruhe in die Verkehrsführung bringen.

Unklar war die Gestaltung eines solchen Weges. Zur Auswahl standen eine Trennung von Fahrbahn und Gehweg durch eine Markierung für 2500 Euro und ein gepflasterten Gehweg für 12 500 Euro. Wie Köhler in der Sitzung der Gemeindevertreter deutlich machte, sei die teure Variante auf lange Sicht günstiger.

„Die Markierung müsste alle zehn Jahre erneuert werden“, erklärte er. Wenn man dann noch die jährlichen Abschreibungen berücksichtige, sei die Pflaster-Variante die günstigere. Die knappe Entscheidung fiel letztendlich mit einer Stimme mehr für den gepflasterten Weg. (mhs)

Quelle: HNA

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