Teuflisch gut: Melsunger Cheerleader suchen Mitglieder

+
Anstrengender Sport: Die Mädchen von den Melsunger Dance Devil’s posieren mit ihren Pompons. Derzeit studieren sie drei Tage lang in Kehrenbach neue Choreografien ein – hinten links ohne Kostüm Christa Stöhr. Fotos: Dewert

Die Melsunger Dance Devil's heizen während der Bundesligaspiele der MT die Stimmung an. Sie unterstützen mit ihren Tanz-Choreografien auch die Zweitligahandballerinnen der SG Kirchhof.

Von Damai D. Dewert

Melsungen. Die 16 Mädchen zwischen 10 und 21 Jahren trainieren dreimal wöchentlich hart, um ihre komplizierten Tanzschritte auf den Hallenboden zu bekommen.

Die 15-jährige Seline Stöhr gibt den Takt vor. Mit kräftiger Stimme tanzt sie vor, kritisiert sie und gibt Hilfestellungen. Ihre Mutter Christa ist Vereinsvorsitzende, organisiert Workshops, kümmert sich um Auftritte und auch sonst um alles.

Angesichts fehlender finanzieller Unterstützung sei dies indes kein leichtes Unterfangen. Gerne wollen sich die Mädels beispielsweise ihre Cheerleader-Kolleginnen bei Auswärtsspielen anschauen, doch die Besuche wären zu teuer.

„Wir freuen uns daher sehr auf den Besuch der Hannover Sapphires Cheerleader“, sagt Christ Stöhr. Für einen Tag werden die sehr professionell arbeitenden Sportlerinnen des Hannoverschen Cheerleader Vereins die Melsunger Mädchen unterrichten.

Tänzer und Helfer gesucht

Zuletzt habe es einen Umbruch bei den Tänzerinnen gegeben. Die Mitgliederzahl ging von 30 auf 16 zurück. „Einiges war chaotisch“, sagt Stöhr rückblickend. Für eine Person sei es sehr viel Arbeit, sie würde sich sehr über Hilfe und engagierte Eltern freuen. „Jungs sind auch willkommen“, sagt Stöhr. Mit ihnen könnten anspruchsvolle Stuntübungen einstudiert werden. In den Vereinigten Staaten seien männliche Cheerleader nichts Ungewöhnliches, in Deutschland leider die Ausnahme.

Stöhr kommt aus dem karnevalistischen Tanz - ihre Tochter Seline folgt ihren Spuren. Als Einzelmariechen nimmt die begabte Tänzerin an Meisterschaften teil.

Das harte Training soll bei den Auftritten nicht zu sehen sein. Wenn die Mädchen bei Team-Auszeiten und in den Pausen der Handballer ihre musikuntermalte Choreografie zeigen, muss alles leicht wirken und Pfeffer haben: Zwei Stunden vor Beginn der Spiele der MT und der SG treffen sich die Mädchen: Haare machen, umziehen, warmmachen und eine letzte Übung stehen dann auf dem Programm. „Da geht’s auch mal mit Lockenwicklern in die Halle“, sagt Stöhr und lacht. „Drei Wochen benötigen wir zum Einstudieren der etwa einminütigen Bewegungsabläufe“, erzählt die Trainerin.

In den Trainingseinheiten werden Akrobatik, Tanz und Techniken einstudiert. Flic Flac, Salti und Spagat gehören dabei zum Repertoire der jungen Tänzerinnen. Neueinsteiger sind jederzeit willkommen. • Kontakt: Christa Stöhr unter Tel. 0177/3845380

Quelle: HNA

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare