Vorstand ärgert sich

Zerstörungen durch Jugendliche: Scherben und kaputte Lampen am Clubhaus des TFC Wolfhagen

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Wünscht sich mehr Polizeipräsenz: Dr. Klaus-Michael Weide vor dem Clubhaus des Wolfhager Tennisclubs. Direkt neben der Treppe haben Unbekannte die Leuchte abgerissen.

Wolfhagen. Dr. Klaus-Michael Weide ist sauer: Seit einigen Monaten werde das Vereinsgelände hinter dem Wolfhager Freibad immer wieder von Jugendlichen verschmutzt hinterlassen.

Ihre Hinterlassenschaften: Scherben von zerschlagenen Flaschen, Zigarettenkippen. Seit es allerdings auch zu Sachschäden gekommen ist – Lampen am Clubhaus wurden abgerissen, Scheiben der Fenster durch Stein- und Flaschenwürfe beschädigt, ist es mit der Geduld der Vereinsverantwortlichen endgültig vor bei.

„Dass sich hier Jugendliche treffen, dagegen haben wir nichts. Aber der Vandalismus ist nicht akzeptabel“, sagt Weide, der zweite Vorsitzende des Wolfhager Tennis- und Federballclubs. Zunächst hätten sich die Jugendlichen auf den drei Parkbänken vor dem Außenplatz des Vereins getroffen, erinnert sich der Vereins-Vize. „Aber dann ging es los mit den Zerstörungen.“ 

Vor gut vier Wochen habe der Platzwart nachmittags festgestellt, dass der Maschendrahtzaun zur Spielfläche aufgeschnitten war. Etwa acht Jugendliche seien rüber zur Grünfläche – früher waren das mal zwei Tennisplätze – die nun in Kürze vom FSV Wolfhagen als Trainingsfläche für die Kicker genutzt werden wird. Als sie den Platzwart sahen, seien sie über den Zaun Richtung Reitplatz geflüchtet.

Ansonsten bleiben die ungebetenen Besucher allerdings unentdeckt. „Die Saufgelage finden abends statt“, sagt Klaus-Michael Weide. Da läuft bei der mittlerweile auf rund 25 Mitglieder geschrumpften Tennissparte kein Spielbetrieb mehr statt.

Nachdem die große Scheibe des Clubheims Anfang April beschädigt worden war, wurde bei der Wolfhager Polizei Anzeige erstattet. Rausgekommen sei dabei nichts. Es habe weitere Beschädigungen und Scherben gegeben, Graffiti am Haus und jüngst auch Hakenkreuzschmierereien auf den Parkbänken.

Der Polizei wolle er keinesfalls Untätigkeit vorwerfen, betont Weide. „Aber was sie macht, ist nicht ausreichend“. Es sei nicht genug, mit dem Streifenwagen auf den Parkplatz vor dem Clubhaus zu fahren, dann aber nicht auszusteigen und wieder abzudrehen. Es gebe für die ungebetenen Gäste auf dem Gelände einfache Möglichkeiten, sich vor den Blicken der Beamten im Auto zu verbergen.

„Dass die Kollegen nicht bei jeder Gelegenheit aussteigen, ist klar. Aber wenn wir Leute antreffen, dann werden die auch angesprochen“, sagt Karsten Turski, Sprecher der Wolfhager Polizeistation. Nach Einschätzung der Polizei sei es derzeit an den Stellen, wo es jüngst Beschwerden gab wie Parkhaus Torstraße und der Scheune am Koppenberg ruhig. „Es gibt da keine Auffälligkeiten mehr in letzter Zeit“, so Turski. Er rät den Tennisspielern, bei der Polizei anzurufen, „wenn sie etwas Konkretes haben“.

Im Verein sei man sich einig, dass man es hier nicht mit Kavaliersdelikten zu tun habe. Weide: „Wenn jemand erwischt wird, dann gibt es eine Strafanzeige, einen Platzverweis und Regressforderungen für die Schäden“. Die bisher entstandenen Schäden beziffert Vereins-Vize Weide auf mehr als 10 000 Euro.

Quelle: HNA

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