Theatergruppe eröffnete 950-Jahrfeier in Heßlar

Szene aus dem Stück „Gedächtnislücke“: Mit ihrer Inszenierung machte die Heßlarer Theatergruppe ihrem Publikum viel Freude. Foto: Landau

Heßlar. Viel zu lachen gab’s zum Auftakt der 950-Jahrfeier in Heßlar: Mit dem dörflichen Schwank „Gedächtnislücke“ eröffnete die Theatergruppe Heßlar das Festwochenende.

Kein Auge blieb trocken. „Das Brot des Künstlers ist der Applaus des Publikums“, sagte Spielleiter Jörg Kochowski. „Auf der Bühne stehen heute Abend Laienschauspieler und wir wollen ihnen Mut machen.“ Noch bevor die Darsteller die Bühne betraten und der große rote Vorhang die Sicht frei gab, gab Kochowski Anweisungen zum Üben eines „Riesen-Mutmach-Applauses“. Völlig überflüssig, denn das begeisterte Publikum applaudierte und johlte ganz von selbst.

In drei Akten zeigte die Theatergruppe mit Witz und Charme, welch ein hartes Los die Arbeit als stressgeplagter Ortsvorsteher sein kann. Alle Darsteller verliehen den Figuren eine eigene Persönlichkeit. Das kam gut an beim Publikum. Ein schusseliger Ortsvorsteher etwa versucht, es den neu hinzugezogenen Städtern Silberstein so recht wie möglich zu machen. Und wenn er dem krähenden Hahn eigenständig den Schnabel stopfen und die Kirchturmglocken abhängen muss. Bei all dem Stress vergisst er seinen eigenen Hochzeitstag. Eingeschnappt verlangt Frau Helene nach der Kreditkarte und haut vor Wut eine Menge Geld auf Kopf. Der Postbote macht sich einen großen Spaß daraus, Gerüchte zu streuen. Tratschtante Emma tischt er auf, die Frau des Ortsvorstehers sei schwanger mit Zwillingen. Kaum ist die Neuigkeit bei Emma angekommen, weiß auch schon der ganze Ort Bescheid.

Alltagssituationen, die jeder kennt oder befürchtet, wurden in diesem Stück herrlich auf die Schippe genommen. Herzhafte Lacher der Zuschauer ernteten die Darsteller für das Stück, das in knapp eineinhalb Jahren einstudiert wurde. (zla)

Quelle: HNA

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