Ferienwohnpark Silbersee

Thema Swingerpartys sorgt für Aufregung

Frielendorf. Die Swingerpartys, die ein Hauseigentümer im Ferienwohnpark Silbersee angeblich anbietet, sorgen weiter für Aufregung. „Wir werden uns mit allen Mitteln wehren“, unterstrich Frielendorfs Bürgermeister Birger Fey.

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Für Bürgermeister Fey gibt es kaum einen Zweifel, dass im Ferienpark am Silbersee nicht nur am vorigen Wochenende eine Swingerparty stattfand.

Einen Schnellschuss werde es aber nicht geben, sagte Fey. Erst wenn in einigen Tagen die vom Städte- und Gemeindebund angeforderte juristische Einschätzung vorliege, sollen Konsequenzen gezogen werden. Die könnten bis hin zur Untersagung reichen. Schon jetzt ist sich Fey sicher, dass Swingerpartys im Feriendorf nicht hinnehmbar seien: „Das passt nicht in unser Gesamtkonzept.“

Der Vorstand des Vereins Silberseeförderung will erst nach einer Beratung eine Stellungnahme abgeben. Der 1. Schriftführer kommentierte auf HNA.de, der Verein sei kein Vermieter oder Vermittler. „Jeder Vermieter vermietet eigenverantwortlich.“ Die Tourismusförderung wehre sich gegen die Unterstellung, sie würde Swingerpartys organisieren.

Die Veranstalterin der Party sagte am Donnerstag der HNA, es habe sich um eine private Runde von acht Personen in ihrem eigenen Ferienhaus gehandelt, niemand sei gestört worden. Es sei ein Kostenbeitrag für Essen und Trinken erhoben worden, aber keine Teilnahmegebühr.

Bilderstrecke: Der Ferienwohnpark Silbersee

Fotos: Das ist der Ferienwohnpark Silbersee

Für Juristen geht es um den Unterschied zwischen privaten und gewerblichen Aktivitäten. Wenn es um Veranstaltungen gehe, die einen fortlaufenden Gewinn erzielen sollten, sei ein solches Treiben in einem Ferienhausgebiet laut Baunutzungsverordnung nicht zulässig, erläuterte Rechtsanwalt Dr. Gert Meyer (Felsberg).

Ein Vorwurf der Ferienwohnpark Silbersee GmbH lautet, es gebe kommerzielle Interessen.

Von Anne Quehl

 

Quelle: HNA

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