Kulturscheune

Comedian Rena Schwarz: Theo als Mann für gewisse Stunden

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Sorgte für gute Laune: Rena Schwarz beim Auftritt in der ausverkauften Kulturscheune Breuna.

Breuna. Da steht sie im Scheinwerferlicht der Kleinkunstbühne und ruft immer wieder mit einer Stimme voller Leidenschaft seinen Namen: „Theo!“ Der zunächst Ahnungslose sitzt ein wenig im Abseits und avanciert doch schnell zum heimlichen Star dieses höchst vergnüglichen Abends in der ausverkauften Kulturscheune Breuna.

Comedy-Lady Rena Schwarz ist zu Gast und hat Breunas Concordia-Ehrenvorsitzenden Theo Wagner kurzerhand auserkoren zu ihrem Mann für gewisse Stunden: das Bühnenprogramm mit dem vielversprechenden Titel „Jung? Attraktiv. Übrig!“

„Den Theo, den würd’ ich sofort nehmen!“ Binnen Minuten prustet das deutlich von Frauen dominierte Publikum vor Vergnügen. Fast zweieinhalb Stunden darf fortan gekichert, gelacht und gejohlt werden. Die Künstlerin aus dem Spessart mit sprachlich erkennbaren ostwestfälischen Wurzeln kommt als Plaudertasche mit Temperament daher, reißt auf Anhieb die unsichtbare Schranke zwischen Bühne und Saal nieder, geht unmittelbar aufs Publikum zu. Ein Teil der Besucher schlüpft unversehens in die Rolle von Mitwirkenden.

Theo, der Umworbene, schlägt sich mit Bravour und zeigt sich lachend bis zum Schluss völlig schmerzfrei. Konkurrenz bekommt er dann aber doch noch mit Bernd und Günter. Zu dritt lässt sich die unverhoffte Aufmerksamkeit von Künstlerin und Veranstaltungsbesuchern allerdings auch leichter ertragen.

Aber auch der weibliche Anteil des Publikums kommt um eine persönliche Ansprache nicht herum: Rena begegnet Elfriede, Theos Angetrauter, mit freundlicher, weiblicher Solidarität. Und für die blutjunge Langmähnige in der zweiten Reihe, fortan „Zuckerpuppe“ gerufen, hat die Single-Frau mit partnerschaftlichen Vorerfahrungen durchaus ein paar Tipps fürs Leben zu zweit parat.

Besucher amüsieren sich

Alle 140 Besucher gemeinsam amüsieren sich über die rasanten Erlebnisschilderungen einer Singlefrau auf Männerpirsch, ein Wesen auf Slalomkurs zwischen lasziv und naiv. Das Ganze garniert mit Reflektionen über Anmachstrategien zwischen Kneipe, Fußballplatz und Urologenpraxis.

Quelle: HNA

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