Der THW-Nachwuchs aus sieben Ortsverbänden traf sich zum Üben in Homberg

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So mancher musste sich wohl selbst oft daran erinnern, dass es nur eine Übung war: Die Rettung der simulierenden Unfallopfer – hier Alexandra Dorfschäfer – verlangte der THW-Jugend am Wochenende in Homberg starke Nerven ab.

Homberg. Hilfeschreie, blutende Wunden, Knochenbrüche, bewusstlose Personen - und viele Einsatz-Szenarien: Das erwartete den THW-Nachwuchs beim Ausbildungswochenende in der Kreisstadt Homberg.

Mit dabei waren 100 Kinder und Jugendliche aus sieben Ortsverbänden des THW-Geschäftsbereichs Homberg – von Neu-Eichenberg im Norden bis Bad Hersfeld im Süden.

Die Junghelfer absolvierten ein straffes Programm, das Jugendbetreuer Markus Döll aus Homberg in bewährter Weise organisierte und mit vielen THW-Aktiven in die Tat umsetzte.

So mussten die Zehn- bis 17-Jährigen bereits kurz nach der Anreise am Freitagabend ihren ersten großen Übungseinsatz bewältigen: Bis nach Mitternacht dauerte es, bis die Übung beendet war, bei der sie verletzte Personen aus einem vernebelten Gebäude retten mussten; und das auch noch über Leitern und durch unterirdische Schächte.

Ein weiterer Durchgang am Schauplatz Ostpreußenkaserne fand am frühen Samstag statt. Kaum in die als Unterkunft dienende Großsporthalle zurückgekehrt, erreichte die jungen Hilfskräfte bereits ein weiterer Einsatzbefehl: Ein vorgetäuschter Verkehrsunfall mit Bus, Lastwagen und Fußgängern auf einem Firmengelände im Industriegebiet stellte sie vor besondere Herausforderungen. Denn dabei mussten knapp ein Dutzend Unfallopfer mit vielen unterschiedlichen Verletzungen gerettet und versorgt werden.

Dabei zogen die Mitglieder des Mim-Trupps Schwalm-Eder unter Leitung von Ute Weber und Notfalldarstellungs-Ausbilder Karsten Kleimann alle Register. Sie boten ein absolut realistisches Unfallszenario dar. Sie jammerten und weinten, schlugen gegen die Busscheiben und schrien bei falscher Behandlung laut auf: Zuweilen gerieten die Nachwuchs-THWler bei diesen realistisch dargestellten Szenen an ihre Belastungsgrenze.

Ähnlichen Einsatz verlangte ihnen auch eine weitere Übung ab, bei der eine Gebäudeexplosion mit verletzten und verschütteten Personen simuliert wurde.

Deutlich entspannter klang das Übungswochenende mit dem nächtlichen Ausleuchten von Einsatz-Schauplätzen und einem Grillvergnügen für die Teilnehmer aus.

Quelle: HNA

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