Tickets zur Meisterschaft: Beim Bezirksentscheid der Feuerwehren in Ziegenhain qualifizierte sich Florshain 

Eine tolle Truppe: Die Wehr aus Florshain qualifizierte sich beim Bezirksentscheid der Feuerwehrleistungsübung für die Landesmeisterschaft, von links: Heiko Euler, Karolin Schütz, Dennis Schultheis, Jonas Eife und Mario Heinrich-Schenk. Foto: Dörhöfer

Ziegenhain. Konzentration, Kommunikation, Schnellig- und Genauigkeit waren beim Bezirksentscheid der Hessischen Feuerwehrleistungsübung am Samstag auf dem Gelände der Carl-Bantzer-Schule gefragt.

„Die Teams, die es bis hierher geschafft haben, rangieren schon alle auf höchstem Niveau. Hier kommt es auf Nuancen an“, beschrieb der stellvertretende Übungsleiter Mario Kißler vom Regierunspräsidium Kassel.

23 Feuerwehrgruppen aus den Landkreisen Fulda, Waldeck-Frankenberg, Werra-Meißner, Kassel, Hersfeld-Rotenburg, Stadt Kassel und Schwalm-Eder suchten die zwölf besten Teams, die ihr Können auf dem Landesentscheid in Hungen am 9. September zeigen. „Den praktischen Teil absolvieren alle hier Angetretenen mit Links. Theorie und Knoten geben den Ausschlag“, wusste Mario Kißler. Jeweils sechs Wehrmitglieder hatten zu Beginn des langen Feuerwehrtages 15 feuerwehrtechnische Fragen zu beantworten.

Der Großteil des Fachwissen entstammte dem Leistungskatalog, den die Wehrleute im Rahmen ihrer Ausbildung kennenlernen. „Die frei formulierten Feuerwehrfragen haben es in sich. Die kann niemand auswendig lernen“, sagte Wehrführer Mario Heinrich-Schenk, der mit seiner Gruppe aus Schwalmstadt-Florshain den aktuellen Kreismeistertitel inne hat und auch schon dreimal an einem Landesentscheid starten durfte. „Neben dem Spaß und dem persönlichen Ehrgeiz an der Sache, motiviert vor allem die Anerkennung im eigenen Dorf“, erklärte Mario Heinrich-Schenk. Die gesamte Dorfgemeinschaft nehme am Erfolg Anteil und so stand auch außer Frage, dass das Team den Tag gemeinsam mit einer Feier im Sportlerheim und einem anschließenden Kirmesbesuch ausklingen ließ.

Grundsätzlich waren alle angereisten Gruppen mit Pavillons, Sitzgarnituren, Kuchen und Getränken fachmännisch auf den langen Feuerwehrwettkampftag ausgerüstet. In praller Sommersonne war jede Wettkampfminute eine Herausforderung und so kämpften die Wehrleute um jede Sekunde, der sie sich ihrer warmen Einsatzkleidung wieder entledigen konnten. „Wir haben am Vorabend noch eine Sonderübung in Knotenkunde und Theorie eingelegt“, verrieten die Florshainer, die lange auf ihren Wettkampfeinsatz zu warten hatten und sich so auch über eine Stippvisite des Bürgermeister Stefan Pinhard freuten. „Da kann man als Bürgermeister schon stolz sein. Nicht jeder Bürgermeister hat einen Feuerwehr-Kreissieger in seiner Stadt“, lobte Pinhard.

Die Frauenquote habe sich gerade in den vergangenen drei Jahren enorm gesteigert und so schätzte das Übungsleiterteam die Frauenquote auf 30 Prozent. Noch vor zehn Jahren hätten die Männer über 90 Prozent der Wettkampfteilnehmer ausgemacht. „Seitdem die Frauen dabei sind, ist es ein ganz anderes Gemeinschaftsgefühl in den Teams. Die Frauen haben dem Wettkampfgeschehen richtig gutgetan“, meinte Mario Wißler.

Quelle: HNA

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