Trauer

Nach dem Tod der beiden Bundeswehr-Piloten ist Betroffenheit in Fritzlar groß

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Fritzlar. Die Fritzlarer sind fassungslos: Nach dem Tod der beiden Bundeswehr-Piloten ist die Betroffenheit in der Stadt groß.

Trauer, Mitgefühl, Fassungslosigkeit: Die Menschen in Fritzlar reagieren bestürzt auf den Tod der beiden Kampfhubschrauber-Piloten

Eva Möller fällt es schwer, ihre Gefühle in Worte zu fassen. Bei so einem Unglück könne man nur hilflos zuschauen. Die Gedanken der 64-jährigen Fritzlarerin sind in diesen Stunden bei den Angehörigen der Opfer. Am Fritzlarer Marktplatz betreibt Cor van Leeuwen das Café Hahn. Unter seinen Gästen sind am Freitagmittag viele Touristen. Der Absturz der Fritzlarer Piloten sei dort kein Thema. „Was soll man auch dazu sagen?“, fragt van Leeuwen. Der Fall sei tragisch. Besonders, da es sich um „junge Männer handelte, die ihren Beruf aus vollem Herzen machen“. Dass es dabei zu seinem solchen Unglück kommt, sei das Schlimmste, was es gibt.

Wenige Meter weiter steht Jürgen Baumann im Genusskontor Nr. 1. hinter dem Verkaufstresen. Der Tod der Soldaten ist in seinem Geschäft bisher kein Thema gewesen. Anders als im Freundes- und Bekanntenkreis. „Viele stellen sich die Frage: Was machen deutsche Soldaten in Mali, ist der Einsatz gerechtfertigt?“, sagt der 53-Jährige. Auch die Technik des Tiger werde hinterfragt. Der Kampfhubschrauber sei auf den Einsatz in Europa ausgelegt, nicht für Flüge bei extremen Temperaturen und Sand.

„Es ist schrecklich, was passiert ist“, sagt Petra Merth aus Maden. Zusammen mit Edith Malazek aus Fritzlar will sich die 58-Jährige aber nicht an Spekulationen zu den Ursachen des Unglücks beteiligen. „Ich halte mich raus. Nachher wird irgendwas erzählt, was nicht stimmt“, hält sich Malazek zurück. Man solle jetzt keine voreiligen Schlüsse ziehen. Zuerst müssten die Untersuchungen abgeschlossen sein. Und so bleiben beide Frauen mit einer großen Frage zurück: Wie konnte das nur passieren?

Quelle: HNA

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