Zeltlager in Neuenbrunslar wird am 1. Mai eröffnet – Einige Anwohner fürchten Lärm

Die Tipis stehen schon

Sie sind fast bezugsfertig: Wolfram Kaukars in einem der Schlafzelte, in denen Gäste übernachten können. Im Hintergrund ist die Neuenbrunslarer Kirche zu sehen. Foto: Féaux de Lacroix

Neuenbrunslar. Schon von weitem fallen sie auf: Mehrere weiße Tipi-Zelte stehen am Ufer der Eder in Neuenbrunslar, gleich neben dem Sportplatz. Die Vorbereitungen sind fast abgeschlossen, am 1. Mai soll das Tipi-Camp eröffnen. Bei den Neuenbrunslarern stößt das Projekt allerdings auf geteilte Reaktionen.

Wolfram Kaukars hat mit dem Tipi-Camp nach langem Hin und Her seine Idee verwirklicht, eine Übernachtungsmöglichkeit für Kanufahrer und Radler in Neuenbrunslar zu schaffen (die HNA berichtete). Seit Wochen ist er mit dem Aufbau des Zeltlagers beschäftigt – das macht viele neugierig. „Immer wieder kommen Leute vorbei und fragen nach, was ich hier mache“, erzählt der 46-Jährige aus Gudensberg-Dissen.

„Ich hatte mit mehr Gegenwind gerechnet.“

Wolfram Kaukars

Die meisten unterstützten sein Projekt, erzählt Kaukars. Die Neuenbrunslarer Firma Kiefer etwa habe ihm für die Ausstattung des Camps einen Container voller Sand geschenkt. Und ein Mann aus Rhünda habe sich bei ihm gemeldet, als er von den Plänen für das Tipi-Camp hörte: Er wollte Kaukars seine Sammlung von Indianer-Artefakten zeigen. „Ich hatte mit mehr Gegenwind gerechnet“, räumt Kaukars ein. Schließlich sei das Tipi-Camp etwas, was man so nicht kenne.

Bei einer Besprechung wurden die Anwohner deshalb über die Pläne informiert. „Die Versammlung war sehr gut besucht“, sagt Ortsvorsteher Sascha Tümmler. „Im Großen und Ganzen waren die Reaktionen positiv.“

Der TSV Brunslar, der den benachbarten Sportplatz nutzt und damit das Camp direkt vor der Nase hat, unterstütze das Projekt. Auch der Ortsbeirat habe sich komplett für das Camp ausgesprochen. „Wir finden es schön, dass hier jemand etwas Neues ausprobieren will“, erklärt Tümmler. Einige Anwohner seien aber skeptisch, schildert der Ortsvorsteher: Sie fürchteten eine mögliche Lärmbelästigung.

„Das letzte, was ich will, ist Ärger“, betont Wolfram Kaukars. Aus Rücksicht auf die Anwohner soll die Nachtruhe im Camp deshalb um 22 Uhr beginnen.

Unter der Woche werde es im Zeltlager ohnehin ruhig bleiben, vermutet er. „Die meisten Gäste werden an den Wochenenden kommen“, sagt Kaukars.

Von Judith Féaux de Lacroix

Quelle: HNA

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